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Quellental : Pinneberg schützt die Bäume im Quartier

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein neuer Bebauungsplan lässt keine Nachverdichtung zu.

von
erstellt am 02.Mär.2016 | 16:30 Uhr

Pinneberg | Gewöhnlich fallen in Pinneberg im Zuge neuer Baugebiete ganze Haine der Säge zum Opfer. Die Naturschützer können ein Lied davon singen. Dass es auch anders geht, beweist jetzt der sogenannte Entwurfs- und Auslegebeschluss des Bebauungsplans (B-Plan) 152. Er umfasst die Dr.-Theodor-Haubach-Straße sowie das Gebiet zwischen Kirchhofsweg, Leuschnerstraße, Dr.-Carl-Goerdeler Straße, Saarlandstraße und diverse Flurstücke an der nördlichen Grenze.

Landschafts- und Naturschutz bei Bauprojekten ist immer wieder ein Diskussionpunkt bei den Planungen. Nicht selten fallen Grünanlagen und Bäume Neubauten zum Opfer.

Dennoch hat die Überplanung für mächtig Wirbel bei den Anwohnern gesorgt. Sie wussten zunächst nicht, welche Ziele verfolgt werden. Dabei will die Stadt nur Gutes tun. Die beiden wichtigsten Punkte des Entwurfs: Die Verwaltung will dem Regelwerk nach keine Nachverdichtung zulassen und damit den bestehenden Baumbestand in dem Quartier schützen. Der zuständige Hauptausschuss stimmte während seiner jüngsten Sitzung dafür. „Es ist gut, den Schutz weiterer Bäume in einen B-Plan aufzunehmen. Dann brauchen wir keine Baumschutzsatzung“, sagte Ratsherr Manfred Stache (Grüne und Unabhängige).

Sehr zur Freude der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) in der Oberst-von-Stauffenberg-Straße, deren Sprecherin Ingeborg Hacker mit mehreren Vertretern zu Gast im Ausschuss war. Sie hatte bereits im Vorfeld eine Liste mit Fragen an die Fraktionsvorsitzenden geschickt und stellte noch einmal klar: „Die Überplanung unserer großen Grundstücksfläche beidseitig der Oberst-von-Stauffenberg-Straße, ohne für uns ersichtlichen Grund, hat innerhalb der WEG große Unruhe ausgelöst.“

Die Initiative hatte Bedenken: Sie befürchtete eine Nachverdichtung. Ein Eigentümer eines kleines Grundstücks habe in der Vergangenheit mehrfach versucht, einen Deal mit der WEG zu machen. Nun ist die Angst groß, dass das Grundstück an einen anderen Investor in der Dr.-Theodor-Haubach-Straße verkauft wird, der dort möglicherweise einen Parkplatz bauen könnte.

Konkrete Anfragen

Um so überraschender die Antwort von Pinnebergs Bauamtsleiter Klaus Stieghorst. „Es gab konkrete Anfragen.“ Um aber eine Bebauung zu verhindern, soll dieser B-Plan aufgestellt werden. Und damit wurde auch die Frage der WEG beantwortet, ob die Aufstellung dieses Bebauungsplans zwingend erforderlich sei. Doch es gab noch weitere Befürchtungen: Wird eine Umgestaltung der Oberst-von-Stauffenberg-Straße erfolgen? Wie hoch sind die Kosten? Würden die Parkplätze am seitlichen Straßenrand wegfallen? Doch all das ist laut Stieghorst nicht vorgesehen. Vorerst jedenfalls. „Die Rede ist nicht vom Ausbau der Straßen“, sagte Ratsfrau Angela Traboldt (SPD).

FDP-Ratsherr Werner Mende gab der WEG den Rat, gelegentlich auf die Internet-Seite der Stadt zu gehen, um sich über den Fortgang des Verfahrens zu informieren.

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