Verkehr : Pinneberg: Sanierung ohne Vollsperrung

Zig Autos und Lkw fahren täglich über die Hans-Hermann-Kath-Brücke. Kurt Schoula, Fachingenieur für Straßen- und Brückenbau, erklärte, worum es bei den Sanierungsarbeiten geht.
Zig Autos und Lkw fahren täglich über die Hans-Hermann-Kath-Brücke. Kurt Schoula, Fachingenieur für Straßen- und Brückenbau, erklärte, worum es bei den Sanierungsarbeiten geht.

Bei Reparaturarbeiten an der Pinneberger Hans-Hermann-Kath-Brücke werden nächste Woche Betonschäden ausgebessert.

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11. Mai 2018, 13:00 Uhr

Pinneberg | Kurt Schoula, Fachingenieur für Straßen- und Brückenbau bei der Stadt Pinneberg, hat in den vergangenen Tagen viele empörte Anrufe bekommen. Er sei sogar beschimpft worden, sagte er. Lustig sei das nicht. Anlass war die Falschmeldung, dass die Hans-Hermann-Kath-Brücke für drei Wochen lang voll gesperrt wird. „Diese Nachricht war eine Katastrophe“, sagte er.

Missverständnis beim Pressegespräch

„Wir haben nichts falsch gemacht“, ergänzte Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos). Es müssen wohl Hunderte von Anrufen gewesen sein, die im Rathaus eingegangen sind, so Steinberg. Die Meldung, dass eine Vollsperrung geplant sei, habe zu einer großen Unsicherheit geführt. Die Verwaltungschefin und Schoula betonten, dass es keine Vollsperrung geben werde. Deswegen müssen auch keine Umwege in Kauf genommen werden.

Pressegespräch am Mittwoch im Rathaus: Die Verwaltung gibt einen umfassenden Überblick. Tatsache ist, dass nur an drei bis vier Tagen Reparaturarbeiten an der Brücke stattfinden werden. Das werde nächste Woche von Dienstag bis Freitag sein, so die Planung. „Wir müssen aber die Sanierung und die Sperrung für einen Zeitraum von drei Wochen beantragen, weil wir nicht wissen, wie das Wetter wird. So haben wir genügend Zeit, um zu reagieren“, berichtete er. Trockenes Wetter sei von Vorteil, wenn die Betonschäden repariert werden und die ausgebesserten Stellen mit einem grauen Spezialanstrich versehen werden. Dabei darf die Sonne aber nicht zu stark scheinen. „Wir brauchen optimale Wetterbedingungen, damit sich die Arbeit auch lohnt“, sagte Steinberg.

An den vier Tagen wird von 9 bis 15 Uhr gearbeitet. Während der Instandsetzungsarbeiten ist die Brücke zwar weiter befahrbar, doch wird ein Sicherheitsfahrzeug mit einem Pfeil hin und wieder eine Spur absperren, um die Arbeiten zu ermöglichen. Die Autos können an der Wanderbaustelle, die etwa 30 Meter lang sein wird, vorbeifahren. „Es ist eine geringe Behinderung des Verkehrsflusses“, sagte die Bürgermeisterin. 450 Meter lang ist die Strecke, aber auf allen vier Spuren muss geprüft werden, ob es Schäden gibt. Diese sind im Winter durch Frost und Tau entstanden.

Einst geplant für 2000 Autos – heute fahren täglich 10.000 Fahrzeuge über die Brücke

Übrigens: „Vier Mal im Jahr haben wir diese Wanderbaustelle auf der Hans-Hermann-Kath-Brücke, die Schoula als „einen neuralgischen Verkehrsknotenpunkt für Pinneberg“ bezeichnet. Das Bauwerk wurde am 13.  August 1969 eingeweiht. Es kostete einst zehn Millionen Mark. 2013 wurde die Hochbrücke nach Hans-Hermann Kath benannt. Kath war von 1963 bis 1990 Bürgermeister in Pinneberg.

„Die Brücke ist für ein Verkehrsaufkommen von 2000 Autos geplant worden“, berichtete Schoula. Heute würden täglich 10.000 Autos und Lkw über die Brücke fahren. „Die Belastbarkeit ist gegeben, aber der Verkehr hat deutlich zugenommen“, so Schoula.

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