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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 11:33 Uhr

Pinneberg ringt ums Kulturzentrum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Umbau der Ernst-Paasch-Halle soll bis zu 352 000 Euro kosten / Sanierungen müssten durch Sponsoren finanziert werden

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2013 | 16:05 Uhr

Ein vollwertiges Kulturzentrum in der Ernst-Paasch-Halle – davon träumt nicht nur das Pinneberger Forum Theater. Wo heute noch Sporthallen-Charme dominiert, soll das Kulturleben der Kreisstadt ein neues Zuhause finden. Theaterstücke, Lesungen und Konzerte sollen hier in einem stimmungsvollen Rahmen durchgeführt werden. Doch die Umbauarbeiten kämen die finanziell angeschlagene Kommune teuer zu stehen.

Im Kulturausschuss präsentierte die Verwaltung ihre momentane Einschätzung der Kosten: 352 000 Euro wären fällig. Davon allein 121 000 Euro für zwingend notwendige Maßnahmen, wie den Ausbau des Brandschutzes. Das Votum aus Kiel ist eindeutig: Pinneberg – das unter dem Rettungsschirm des Landes steht – darf keine neuen Schulden für das Projekt aufnehmen, zum Ausgleich müssten andere Haushaltsposten gestrichen werden. Kulturamtsleiterin Traudchen Perrefort stellt klar: „Das ist nicht möglich – wir müssen den Bau daher über Spenden finanziereren.“ Eine andere Möglichkeit gebe es für die Stadt nicht. Momentan bemüht sich die Verwaltung, 50 000 Euro einzuwerben. „Mit diesen sogenannten Ankerspenden soll die Grundlage für das Projekt geschaffen werden“, so Perrefort. Zur Zeit wird die Halle vor allem vom Forum Theater genutzt. Die Schauspieler beklagen sich schon seit langem über die Verzögerungen beim Bau des versprochenen Kulturzentrums. Für Reinhard Matthies, Ratsherr der SPD und Mitglied des Forum Theaters, sind die „Ankerspender“ der Knackpunkt. „Sobald die grundlegenden Renovierungsmaßnahmen wie Brandschutz und die Installation von Theaterlicht geschafft ist, können wir das Kulturzentrum schrittweise aufbauen.“ Der Theaterverein habe sich bereit erklärt, Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen. Trotz der Hängepartie – Matthies bleibt zuversichtlich und fügt hinzu: „Immerhin funktioniert die Heizung in der Halle wieder.“

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