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Pinneberger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 07:43 Uhr

Flüchtlinge : Pinneberg plant Sammelunterkunft

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Kreisstadt möchte im derzeit leer stehenden DRK-Heim am Rehmen ab 2016 bis zu 150 Asylsuchende unterbringen. Die Politik soll darüber am Donnerstag, 8. Oktober, entscheiden. Noch sind sich die Parteien unschlüssig.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Von der angeblichen Bruchbude zur wertvollen Immobile: Pinneberg will das leer stehende DRK-Heim für 950.000 Euro kaufen und dort bereits ab Anfang 2016 maximal 150 Flüchtlinge unterbringen. Am Donnerstag möchte Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) in der Ratsversammlung eine Entscheidung der Politik, weil Unterkünfte in Pinneberg rar sind. Im Kreis gibt es aktuell 2121 Asylbewerber, davon sind 300 in Pinneberg. Bislang gibt es im Kreis keine Sammelunterkünfte.

Bei der Kaufsumme für das Heim ist das DRK der Stadt mit 450.000 Euro entgegengekommen. Dieses Geld wird in die Sanierung des Gebäudes investiert. Darüber hinaus hat das DRK zugesagt, der Stadt Angebote für die Übernahme von Hausmeisterdiensten und die Vermittlung eines Catering-Service zu unterbreiten.

Die Verwaltung will sich nicht zu den Verhandlungen äußern. „Wir haben Vertraulichkeit mit dem DRK vereinbart“, sagte Stadtsprecher Marc Trampe.

Die Politik wird heute Abend in den Fraktionssitzungen über das Thema beraten. CDU, SPD, Grüne und Unabhängige sowie FDP ließen bereits durchblicken, dass sie dem Kauf zustimmen werden. Es bestünde aber noch Beratungsbedarf.

Kritik kommt von den Bürgernahen: „Wir wollen eine juristische Bewertung“, sagte Fraktionschef Uwe Lange. Hintergrund: Die Stadt hat das DRK auf Herausgabe des stadteigenen Grundstücks, das seit 1965 dem DRK für den Betrieb eines Altenheims zur Verfügung gestellt worden war, verklagt. Dazu war das DRK nur gegen eine Zahlung für das Gebäude bereit. Das lehnte die Stadt bislang ab, da die leer stehende Immobilie marode sei. Sollte der Kaufvertrag zustande kommen, will die Verwaltung ihre Klage zurückziehen.

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