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Personalmangel : Pinneberg lässt Sportlerehrung ausfallen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im September verschobene Veranstaltung soll wegen Personalmangels nun 2015 gar nicht mehr stattfinden. VfL-Chef ist stinksauer.

Pinneberg | Einmal im Jahr zeichnet die Stadt Pinneberg ihre besten Athleten für ihre sportlichen Leistungen aus. Doch mit dieser Tradition ist es nun vorbei. Nachdem der ursprüngliche Termin der Sportlerehrung am 25. September seitens der Stadt aus Krankheitsgründen abgesagt worden war, steht inzwischen fest, dass es auch keinen Nachfolgetermin geben wird – aufgrund von Personalmangel. Der VfL Pinneberg ist deswegen nun auf Zinne.

„Wir betrachten diese Entscheidung als eine mangelnde Wertschätzung gegenüber unseren Sportlern“, sagte Geschäftsführer Uwe Hönke gestern. 70 Sportler, quer durch sämtliche Sparten, hätten allein in seinem Verein ausgezeichnet werden sollen, darunter mehrere Landesmeister.

Die E-Mail der Stadt, in der die endgültige Absage stand, sei bereits am 19. Oktober beim Verein eingegangen. „Dann haben wir uns im Vorstand erstmal hingesetzt, um das zu diskutieren und unsere Mitglieder zu informieren“, so Hönke. Vor gut zwei Wochen im Kinder-, Sport- und Jugendausschuss habe die Verwaltung dann den Vorschlag unterbreitet, die Veranstaltung im kommenden Jahr nachzuholen – zu einem noch nicht festgelegten Zeitpunkt und gemeinsam mit der regulären Sportlerehrung des kommenden Jahres. Laut Stadtsprecher Marc Trampe sei das allerdings vom Tisch. „Es wird zwei Veranstaltungen geben. Die Termine stehen aber noch nicht fest“, sagte er. Für den Verein wäre das ohnehin ein Affront gewesen.

„Man kann nicht 2016 Sportler für Leistungen ehren, die 2014 erbracht worden sind. Das wäre viel zu spät und fiele dann auch hinten herunter“, sagt Hönke. Aus Sicht des VfL-Geschäftsführers hätte ein Anruf der Stadt aus der Patsche geholfen. „Wir hätten das auch selbst organisieren können. Das wäre ein Leichtes gewesen“, sagt er. Um die Leistungen seiner Sportler zu würdigen, will der VfL Pinneberg diese nun selbst ehren. Die Zeremonie soll im Rahmen des Nikolaus-Turniers der Turnabteilung am Sonnabend, 5. Dezember, in der Sporthalle der Theodor-Heuss-Schule über die Bühne gehen. „Das wird wegen der Kurzfristigkeit ein recht großer logistischer Kraftakt. Deshalb müssen wir uns auf unsere eigenen Sportler beschränken“, so Hönke.

Im kommenden Jahr soll sich das allerdings ändern. „Ich kann mir gut vorstellen, mit anderen Vereinen gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen“, so Hönke. Als Konkurrenzveranstaltung zur Sportlerehrung der Stadt sehe er dies aber nicht, noch sei ohnehin nichts spruchreif.

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erstellt am 19.Nov.2015 | 00:33 Uhr

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