Weiterentwicklung : Pinneberg: Kommt die Mensa in der Helene-Lange-Schule?

Die Nachfrage nach Betreuung am Nachmittag steigt – zunächst in den Kindergärten und mittlerweile auch in den Grundschulen.

Die Nachfrage nach Betreuung am Nachmittag steigt – zunächst in den Kindergärten und mittlerweile auch in den Grundschulen.

Damit die Grundschule den Betrieb als Offene Ganztagsschule aufnehmen kann, benötigt sie eine neue Mensa.

shz.de von
25. April 2018, 12:00 Uhr

Pinneberg | Im November 2017 beklagte die Pinneberger Helene-Lange-Schule (HLS) in einem Brief an die Stadtverwaltung, dass die Weiterentwicklung zur Offenen Ganztagsschule ins Stocken gekommen wäre. Stadt und Schule haben sich seitdem zusammengesetzt und die weitere Entwicklung der HLS ausgelotet. Ein wichtiger Meilenstein wäre der Bau eines neuen Mensa-Gebäudes. Dafür sind Planungskosten in Höhe von 60.000 Euro in den Haushalt gestellt worden.

Ganztagsangebote werden eingefordert

Laut eines Sachstandsberichts der Verwaltung bestehe Einigkeit mit der Schule, dass Eltern Ganztagsangebote immer konsequenter einfordern. Die Nachfrage nach Betreuung am Nachmittag steigt – zunächst in den Kindergärten und mittlerweile auch in den Grundschulen. Die Offene Ganztagsschule ist auch aufgrund der besseren Verzahnung von Unterricht und Nachmittagsangeboten bei vielen Eltern beliebt. Für ein solches Angebot muss die Schule den Kindern aber ein warmes Mittagessen bieten. In der HLS sei dafür momentan kein Platz. 100 Kinder werden bereits am Nachmittag betreut. Sie essen derzeit Schichtsystem in den engen Räumen der Lehrküche. Die Helene-Lange-Schule ist aber mit mehr als 400 Schülern die größte Grundschule der Kreisstadt. Der Plan von Stadt und Schule: Der Neubau einer Mensa käme nicht nur den HLS-Schülern zu Gute. Auch 40 Kinder der städtischen Kita in der Saarlandstraße könnten verpflegt werden. Auch Schüler aus dem Förderzentrum könnten in einer neuen HLS-Mensa ein Mittagessen bekommen.

Fertigstellung im Jahr 2019 wäre möglich

Mit dem Ausbau des Betreuungsangebots an der HLS möchte Pinneberg auch einer Abwanderung von Schülern ins Umland vorbeugen. Entscheiden sich Eltern für Schulen außerhalb der Kreisstadt, müsste Pinneberg Schulkostenbeiträge an Umlandgemeinden zahlen. Die Schule selbst spricht sich für den Neubau eines separaten Gebäudes aus. Dort könnten neben der Mensa auch weitere Betreuungsgruppenräume eingerichtet werden. Falls die Politik zustimmt, könnte die Mensa 2019 oder 2020 entstehen. Im Schuljahr 2020/2021 könnte die Helene-Lange-Schule dann offiziell den Betrieb als Offene Ganztagsschule aufnehmen.

Im vergangenen November hatte die Schule außerdem auf die marode Fassade sowie renovierungsbedürftige Türen und Wege hingewiesen. Letztere werden derzeit laut Verwaltung repariert. Das benötigte Geld für die Fassadensanierung soll in den Haushalt für 2019 eingestellt werden.

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