35. Neujahrsempfang : „Pinneberg ist ein Kalopolis-skop“

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Bigband der Johannes-Brahms-Schule.
1 von 3
Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Bigband der Johannes-Brahms-Schule.

Launige Rede der Bürgervorsteherin. Der Preis „Förderer der Stadt Pinneberg“ geht an Lackiererei Alexander Grill.

von
15. Januar 2018, 13:00 Uhr

Pinneberg | Im gut gefüllten Pinneberger Ratssitzungssaal wurden Sonntag die Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Vertreter von Verbänden und Vereinen mit Sekt und Orangensaft willkommen geheißen – die Stadt hatte zum Neujahrsempfang geladen. Es war die 35. Veranstaltung dieser Art, die unter dem Motto „Pinneberg im Zeichen des Sports“ stand. Diverse Vereine stellten sich an Ständen vor.

Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) oblag es, die erste – wie immer zu diesem Anlass – kurz gehaltene Rede zu halten. Sie ließ das Jahr Revue passieren. „2017 war ein wunderbares Jahr – wunderbar anstrengend, wunderbar herausfordernd, wunderbar erfolgreich. Im Schulbau geht es mit großen Schritten voran.“

Betreuungsräume fertig

So seien zum Beispiel die zusätzlichen Betreuungsräume an der Grundschule Thesdorf und der Hans-Claussen-Schule fertig gestellt. Der Busbahnhof und die Westumgehung gingen ihrer Vollendung entgegen und im Jugendtreff „Komet“ konnte kürzlich Richtfest gefeiert werden.

„Wir planen sehr viel, sehr fundiert, sehr konkret“, sagte sie. Der Feuerwehrbedarfsplan liege bereits vor, die Stadtbücherei habe ein neues Konzept entwickelt und sei dabei, es umzusetzen, der Sportentwicklungsplan sei Anfang 2018 zu erwarten.

Launig, aber auch emotional war die Rede von Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk (CDU). War es im vergangenen Jahr ein Puzzle, mit dem die Bürgervorsteherin Pinneberg verglich, wählte sie nun den Vergleich mit einem Kaleidoskop.

Schöne Stadt

„Ich taufe es mal um. Kalos heißt schön, polis heißt Stadt. Dies ist also mein Kalopolis-skop.“ Übersetzen lasse es sich etwa mit „schöne Stadt sehen“. Pinneberg sei so ein Kalopolis-skop. „Ich schaue hinein und sehe eine Stadt, bunt, vielfältig und lebenswert.“ Als Beispiel nannte sie die Parkstadt Eggerstedt, wo Familien eine neue Heimat gefunden haben, und die Innenstadt, die kaum Leerstand aufweise. „Drehen oder schütteln wir unser Kalopolis-skop zu doll, geht es kaputt“, warnte sie. Die Zukunft der Ernst-Paasch-Halle sei nach wie vor ungewiss, gleiches gelte für den Hockeyplatz, „von dem wir gar nicht wissen, wo, wie, wann“.

Sie sagte aber auch, worum es im Leben wirklich geht: „Dass wir dankbar sein sollten, so gesund wie möglich zu sein. Dass es am wichtigsten ist, Familie und Freunde zu haben, die uns auf unserem Weg begleiten.“ Den Gästen gab sie mit auf den Weg, zur Kommunalwahl am 6. Mai und zur Bürgermeisterwahl am 9. September zu gehen. „Demokratie lebt vom Mitmachen.“

Bevor die Zeit zum Plaudern begann, vergaben di Racca-Boenigk und Steinberg erstmals den Preis „Förderer der Stadt Pinneberg“. Er geht 2018 an die Lackiererei Alexander Grill GmbH in der Haderslebener Straße 19. Die Firma, gegründet 1875, ist ein Familien-Unternehmen mit Tradition. „Das Unternehmen unterstützt die Feuer- und Jugendfeuerwehr“, begründete Steinberg die Preisverleihung an die Firma. Die Auszeichnung nahm Geschäftsführer Uwe Grill mit Freude entgegen.
 

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen