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Das Sonntagsgespräch : „Pinneberg ist der ideale Standort“ – für den HSV

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Sonntagsgespräch heute mit Henning Ramcke von der HSV-Tischfußballabteilung.

shz.de von
erstellt am 12.Jun.2016 | 15:00 Uhr

Pinneberg | Henning Ramcke aus Halstenbek ist Gründer der Tischfußball-Abteilung des HSV. Im Sonntagsgespräch erklärt er unter anderem, warum der Kreis Pinneberg für die Entwicklung der Abteilung eine wichtige Rolle spielt.

Was fasziniert Sie am Tischfußball?
Ich war Fußballer, musste aber wegen einer Verletzung aufhören. Als ich nach einer Alternative suchte, fand ich den Tischfußball. Der hat auch etwas mit Fußball zu tun und bietet mir die Chance, auf hohem Niveau Wettkämpfe zu bestreiten. Anfangs waren die regelmäßigen Treffen mit Freunden nur Spaß. Das reichte mir aber irgendwann nicht mehr aus. Wenn man sich wirklich verbessern will, geht das nur auf Vereinsebene und im Wettkampfbetrieb. So konnten wir 2015 mit der Mannschaft „HSV New Era Pinneberg“ die Meisterschaft in der Landesliga Schleswig-Holstein erringen. Die besten Spieler gibt es in Hamburg. Ich habe sogar die Möglichkeit, mich mit Weltmeistern zu messen.

Öffnet der Name HSV den Tischfußballern Türen?
Wenn es in der Fußball-Bundesliga gut läuft, hilft das auch uns. Dann können wir von der Strahlkraft des HSV profitieren. Darüber hinaus bin ich HSV-Fan und freue mich, wenn der HSV gewinnt. Ich habe sogar drei Jahre im HSV-Fanshop gearbeitet. Deshalb ist es für mich eine tolle Sache, dass ich 2013 beim HSV eine Tischfußball-Abteilung ins Leben rufen durfte. Für unsere Zukunft spielt Pinneberg eine wichtige Rolle.

Inwiefern?
Da unser altes Zentrum in Norderstedt abgerissen wurde, um Platz für die Umkleideräume der HSV Amateure zu schaffen, brauchen wir Ersatz. Pinneberg ist der ideale Standort für die „Kicker-Academy“. Wir haben am Rübekamp Räume gefunden, die genau zu uns passen. Dort stellen wir zwölf Tische auf. Pinneberg hat den Vorteil, dass mit der S3 jeder Hamburger bequem zu uns kommt. Dazu können wir alle ansprechen, die im Kreis Pinneberg Lust auf Tischfußball haben. Derzeit gibt es im Tischfußballbereich nicht sonderlich viele Angebote. Da ich in Halstenbek wohne und mich im Kreis gut auskenne, sehe ich gute Chancen, neue Mitglieder zu gewinnen.

Wie soll das gelingen?
Wir wollen im Raum Pinneberg eine eigene Regionalliga ins Leben rufen. Die Spiele finden bei uns im Zentrum statt. Die Idee unterstützt auch der Tischfußball Verband Schleswig-Holstein (TFVSH). Die Liga wäre mit einer Freizeitliga im Fußball zu vergleichen. Dadurch erreichen wir eine höhere Flexibilität, bis sich die Liga etabliert hat. Jeder, der Lust hat, kann mitmachen und mit einer eigenen Mannschaft teilnehmen. Eine Mannschaft wird von vier Spielern gebildet. Wir planen zudem eine Turnierserie für Einsteiger. Außerdem will ich mit den örtlichen Vereinen zusammenarbeiten. Es hat bereits erste Gespräche gegeben. Interessierte können sich gerne per E-Mail unter Henning.ramcke@hsv-tischfussball.de melden.

Wie kann die Zusammenarbeit aussehen?
Der VfL Pinneberg wäre ein idealer Partner. Gründung einer eigenen Tischfußball-Abteilung, Bildung einer Spielgemeinschaft – es gibt viele Möglichkeiten. Klar ist, dass in der Region in Sachen Tischfußball eine Lücke besteht. Regionalligen in Schleswig-Holstein gibt es bisher nur in Kiel, Flensburg und Lübeck. Aufgrund des Magneten Hamburgs gibt es dazwischen nichts. So kommt beispielsweise der aktuelle Deutsche Meister 2015 und amtierende Champions-League-Sieger CimBomBom zwar aus Wedel, bestreitet seine Spiele aber in Hamburg. Ich würde mich freuen, wenn wir mit den Wedelern mal etwas zusammen auf die Beine stellen.

Was zeichnet einen guten Tischfußballer aus?
Man muss sich unheimlich konzentrieren können und die Konzentration lange aufrechterhalten, weil die Spieltage enorm lang sind. Wichtig ist der Wille, immer besser werden zu wollen. Der Unterschied zwischen Amateuren und Spitzenspielern ist, dass der Amateur sich auf Reaktion und Intuition verlässt, während der Spitzenspieler Bewegungen und Abläufe einstudiert. Das Besondere am Tischfußball ist, dass die Leistungsunterschiede enorm groß sind. Vom Weltmeister bis zum Kneipenspieler treten alle bei den gleichen Ranglistenturnieren an. Ich kann mir also von absoluten Spitzenspielern etwa abschauen und ihnen Fragen stellen. Das ist in anderen Sportarten kaum möglich.

Henning Ramcke (37) wohnt in Halstenbek. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet in der IT-Abteilung von Greenpeace.
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