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1,38 Millionen Euro : Pinneberg investiert in die Radwege

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Infrastruktur: Die Investition für 2018 beträgt etwa 1,38 Millionen Euro.

von
erstellt am 06.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Pinneberg | Beim Fahrradklima-Test des ADFC schnitt die Kreisstadt in diesem Jahr erneut sehr schlecht ab. Im Ranking der fahrradfreundlichsten Städte ist Pinneberg unter den letzten zehn. Bundesweit liegt Pinneberg auf Platz 355 im Vergleich der 364 Städte bis 50.000 Einwohner, im Landesvergleich zum dritten Mal hintereinander auf dem letzten Platz. Jetzt kommt Bewegung in die Sache: Für die Sitzung des Ausschusses Stadtentwicklung am Dienstag, 12. September, empfiehlt die Verwaltung den zuständigen politischen Gremien ein umfangreiches Maßnahmenprogramm zur Radverkehrsförderung. Beginn im Rathaus an der Bismarckstraße ist um 18.30 Uhr.

„Die Realisierung wird Pinneberg auf den Weg zu einer fahrradfreundlichen Stadt deutlich voranbringen und die Lebensqualität in Pinneberg steigern“, sagt Bürgermeisterin Urte Steinberg.

„Die wirtschaftliche Attraktivität der Stadt und die Lebensqualität werden wesentlich davon bestimmt, dass auch zukünftig die wachsenden Mobilitätsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger erfüllt werden“, sagt Klaus Stieghorst, Leiter des Fachbereiches Stadtentwicklung und Bauen. Dies könne zum einen nur gelingen mit einer multimodalen Vernetzung der einzelnen Verkehrsarten Kfz-Verkehr, ÖPNV, Radverkehr sowie Fußgängerverkehr, und zum anderen mit einer deutlichen Ausweitung des Angebotes für den Fußgänger- und den Radverkehr.

Das Investitionsvolumen der für 2018 vorgesehenen Maßnahmen beträgt etwa 1,38 Millionen Euro. Es ist geplant, das gesamte Maßnahmenpaket innerhalb von fünf Jahren zu realisieren.

Besondere Bedeutung im Zuge der Realisierung habe die Anlage von Fahrradstreifen auf den Fahrbahnen von Hauptverkehrsstraßen und die Einrichtung von Fahrradstraßen. Vorgesehen sei unter anderem die Neugestaltung des Fahltskamp, um einen komfortablen und sicheren Radverkehr parallel zum Damm in beide Fahrtrichtungen zu ermöglichen. Ein weiteres größeres Projekt ist die Umgestaltung der Elmshorner Straße durch die Anlage von Radfahrstreifen und die weitgehende Reduzierung des ruhenden Verkehrs. Die in der Anlage zusammengefassten Projekte betreffen das gesamte Stadtgebiet und nicht nur die Strecken der sogenannten Velorouten, so die Verwaltung. Bei der Anlage von Fahrradstreifen auf den Fahrbahnen werde aus Platzgründen, vor allem aus Gründen der Sicherheit, auf parallele Parkstreifen verzichtet.

„Fahrradfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor für moderne Städte – deshalb macht es uns Sorgen, dass sich die Pinneberger auf dem Rad unwohl fühlen“, sagte ADFC-Sprecher Ulf Brüggmann im Mai anlässlich des schlechten Abschneidens der Stadt Pinneberg beim Fahrradklima-Test.

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