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Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 23:13 Uhr

Sportkonzept : Pinneberg im Hintertreffen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kein Geld, kein Plan: Jetzt schlägt der VfL-Chef Alarm.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Schenefeld bekommt einen. Tornesch hat schon einen. Elmshorn ebenfalls. In der Kreisstadt Pinneberg warten die Vereine bislang vergeblich auf den Sportentwicklungsplan. Die Politik bremst das Vorhaben – aus Kostengründen. Uwe Hönke, Geschäftsführer des VfL Pinneberg, schlägt jetzt Alarm: „Wir müssen aufpassen, dass die anderen Kommunen uns nicht abhängen, wie in anderen Bereichen der Infrastruktur bereits geschehen“, sagt er.

Mindestens 40.000 Euro würde es kosten, den Entwicklungsplan zu erstellen. Angesichts leerer Kassen hat die Politik den betreffenden Haushaltsposten mit einem Sperrvermerk versehen. Hönkes Forderung ist klar: „Ich setze darauf, dass diese Sperre 2015 aufgehoben wird.“ Er habe diesbezüglich deutliche Signale aus Reihen der Volksvertreter empfangen. So habe etwa SPD-Ratsherr Herbert Hoffmann öffentlich davon gesprochen, dass 2015 zum Jahr des Sports in Pinneberg werden solle. „Darauf werden wir die Politik festnageln, wir halten den Druck aufrecht“, sagt Hönke, der die Vereinsspitzen des SC Pinneberg und des SuS Waldenau an seiner Seite weiß.

Ziel eines Sportentwicklungsplans ist es, Weichen für die Zukunft sicher und auf Basis verlässlicher Daten zu stellen. Externe Berater würden die Situation bei den Sportstätten analysieren – und dabei auch die demografische Entwicklung in ihre Betrachtung einbeziehen. Investitionen könnten künftig gezielter getätigt werden. Zudem erhofft Hönke sich einen noch stärkeren Zusammenhalt aller Beteiligten – und dazu gehören auch die Schulen, die im Leben junger Menschen einen immer größeren Raum einnehmen und zunehmend mit Vereinen kooperieren, etwa wenn es um Nachmittagsbetreuung geht. Hönke hat das Prozedere schon einmal mitgemacht – in Elmshorn. „Vereine, Politik, Kirchen, Diakonie und Seniorenbeirat – alle saßen an einem Tisch“, erinnert er sich. Moderiert von externen Experten. Letzteres hält Hönke für unerlässlich: „Da muss jemand von Außen drauf schauen.“ Mit Bordmitteln allein sei ein vernünftiger Entwicklungsplan nicht auf die Beine zu stellen.

Für das Frühjahr 2015 ist laut Hönke eine zweite Auflage des Pinneberger Sportforums geplant. Am 7. Februar wird es in den Räumen der Sparkasse voraussichtlich um die Vernetzung von Schulen und Vereinen gehen.

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