Umbenennung : Pinneberg feiert seine Kath-Brücke

Hochbrücke war gestern: Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (links) und Anke Landschoof, Nichte des 1990 verstorbenen Hans-Hermann Kath, enthüllen eines der beiden Schilder, mit denen Leben und Werk des langjährigen Rathauschefs gewürdigt werden.
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Hochbrücke war gestern: Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (links) und Anke Landschoof, Nichte des 1990 verstorbenen Hans-Hermann Kath, enthüllen eines der beiden Schilder, mit denen Leben und Werk des langjährigen Rathauschefs gewürdigt werden.

Endlich hat die Hochbrücke einen richtigen Namen: Das Bauwerk soll an den resoluten Ex-Bürgermeister Hermann Kath erinnern.

shz.de von
30. August 2013, 00:33 Uhr

Er ist als resolut in Erinnerung geblieben. Als durchsetzungsfähig. Ein echter Chef eben. Von 1963 bis 1990 führte Hans-Hermann Kath das Pinneberger Rathaus. Seit gestern erinnern zwei Schilder an den früheren Bürgermeister der Kreisstadt. Der Ort, an dem sie stehen, könnte nicht besser gewählt sein – die Hochbrücke trägt ab sofort seinen Namen. Kath hatte das Bauwerk im Jahr 1969 selbst eingeweiht.

„Ich war damals als junger Polizist dabei“, erinnert sich Klaus Seyfert (CDU). Der Erste Stadtrat ließ es sich gestern nicht nehmen, der Umbenennung der Brücke beizuwohnen. Initiiert worden war die Würdigung Kaths von SPD-Ratsherr Dieter Tietz. Im März hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung dem Antrag des Sozialdemokraten zugestimmt.

Am 13. August 1969 war die Hochbrücke feierlich eingeweiht worden. Ein Bauwerk, das zehn Millionen Mark verschlang und seinerzeit einen beschrankten Bahnübergang aus dem Jahr 1844 ersetzte. Pinnebergs aktuelle Bürgermeisterin Urte Steinberg nutzte gestern die Gelegenheit, die Amtszeit Hans-Hermann Kaths Revue passieren zu lassen. So seien während der 27 Jahre etliche Bauprojekte realisiert worden, die das Stadtbild bis heute prägten. Etwa die Feuerwache, der Haupttrakt des Rathauses, die Theodor-Heuss-Schule, das Hallenbad und das Iduna-Zentrum an der Elmshorner Straße. „Ich freue mich über die Initiative zur Würdigung des langjährigen Bürgermeisters“, so Steinberg.

Worte, die bei Anke Landschoof auf offene Ohren stießen. Die 62-Jährige Nichte des Ex-Bürgermeisters Kath war zur Umbenennung eingeladen worden. „Mein Onkel hat nur für die Stadt gelebt, Privatleben kannte er kaum“, so Landschoof. Bei Familienfeiern habe Kath oft gefehlt. „Die Hochbrücke hat als sein Lebenswerk betrachtet“, so Landschoof. „Er war unheimlich stolz darauf.“

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