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Der größte Regenschirm im Land : Pinneberg beweist Spontanität

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinneberg gewinnt R.SH-Challenge auf dem Drosteiplatz. Knapp 300 Menschen trällern bei strömendem Regen „Singin´ In The Rain“.

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2015 | 11:30 Uhr

Pinneberg | Aufgabe gelöst: Nur wenige Minuten nach zwölf Uhr ertönte die Stimme vom R.SH-Moderator Volker Mittmann auf dem Drosteiplatz: „R.SH sagt: Pinneberg hat die Challenge gemeistert.“ Worauf lauter Jubel ausbrach. Bei der großen R.SH-Challenge haben 20 Orte in Schleswig-Holstein die Gelegenheit zu zeigen, wie kreativ sie sind, wie schnell sie sind und wie es um den Zusammenhalt der Bürger bestellt ist. Gestern, während der zweiten Woche der Aktion, war Pinneberg an der Reihe.

Das Organisations-Team um Bürgermeisterin Urte Steinberg, Stadtsprecher Marc Trampe, Wirtschaftsförderer Stefan Grappa und City-Manager Dirk Matthiessen saß gestern ab 6.30 Uhr im Rathaus vor dem Radio und hörte sich um 7 Uhr die Aufgabe an, die sich der Sender für die Stadt ausgedacht hatte. Die lautete: „Baut den größten Regenschirm Schleswig-Holsteins auf dem Drosteiplatz auf.“

Damit hatte Steinberg nun nicht gerechnet, denn die Wette hat auch immer etwas mit dem Wesen der Stadt zu tun. So mussten die Bürger in Brunsbüttel den Nordostsee-Kanal mit Papierbötchen nachbauen. Der gut gelaunte R.SH-Moderator ließ allerdings durchblicken, dass man wegen der Schietwetter-Prognose für Mittag die Challenge einfach spontan geändert habe. Einige hundert Pinneberger sollten auf jeden Fall unter den Regenschirm drunterpassen und dann – dem Wetter gemäß in Friesennerz und Gummistiefel gekleidet – „Singin’ In The Rain“ zum Besten geben, so die Aufgabe en detail.

Zunächst hat das Orga-Team telefoniert und verschiedene Organisationen um Hilfe gebeten. Alle ziehen an einem Strang – darum geht es bei der Challenge. In Pinneberg klappte das ganz hervorragend: Hass und Hatje lieferte die Bauplanen, das Unternehmen Fahnenfleck Stoffrollen und die Deutsche Post Paketklebeband für den Riesenregenschirm. Mitarbeiter der Firma Baumpflege Thomsen hatten schweres Gerät gestellt, die Scheune lieh zwei große Sonnenschirme, und Regenschirme gab es beim Bücherwurm. Dem nicht genug: Auch die Pinneberger Feuerwehr und das THW waren vor Ort.

Fünf Stunden Zeit hatten die Akteure, um die Aufgabe zu lösen. Und so langsam nahm dann der Regenschirm Form an – wenn R.SH-Moderator Mittmann auch später scherzte: „Der sieht aus wie ein in der Waschmaschine eingelaufener Knirps.“ Als er dann aber sah, dass Pinneberg die Wette gewinnen würde, tanzte er wie einst Gene Kelly im strömenden Regen und trällerte zusammen mit den Pinnebergern „Singin´ In The Rain“.

Über die gewonnene Challenge freut sich auch Kurt Desselmann, Vorsitzender des Vereins Pinneberger Kinder. Er bekommt von R.SH 2500 Euro für den guten Zweck. Damit sollen Schwimmkurse, Hausaufgabenhilfe oder auch Ausflüge bezuschusst werden. „Auch Flüchtlingskindern helfen wir“, betonte Desselmann.

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