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Pinneberger Tageblatt

20. November 2017 | 01:37 Uhr

Pinneberg bekommt neuen Jugendtreff

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Komet Container werden verschrottet / Anfang 2018 soll Neubau fertig sein

von
erstellt am 06.Mai.2017 | 11:16 Uhr

Selten ist sich die Pinneberger Politik so einig gewesen. Der Jugendtreff Komet soll fit für die Zukunft gemacht werden. Doch das von Diplom-Ingenieur Thorsten Henning erstellte Konzept übertrifft alle Erwartungen. War zunächst nur eine Erweiterung geplant, soll nun ein Neubau entstehen. Die alten Container sollen verschrottet werden. Auch von der ursprünglichen Variante, in zwei Abschnitten zu bauen, hat man sich verabschiedet, jetzt soll es nur einen Bauabschnitt geben: „Die Aufteilung in zwei Abschnitte ist dem Bauablauf hinderlich und von den Kosten her ungünstig. Ein Bauabschnitt wäre erheblich besser in der Abwicklung“, argumentiert Diplom-Ingenieur Thorsten Henning. Die zuständigen Fachausschüsse stehen hinter dem Projekt. Nun muss die Vorlage noch durch die Ratsversammlung beschlossen werden. Bereits Anfang 2016 hatte die Pinneberger CDU einen Antrag auf Erweiterung um 100 Quadratmeter gestellt, der bei allen Fraktionen auf offene Ohren stieß.

Mit der Realisation dieses Projekts dürfte das 18 Jahre währende Provisorium im Frühjahr 2018 beendet sein. Dann soll der Neubau fertig sein. Es steht noch nicht fest, ob ein Holzhaus gebaut wird oder man sich für eine Massivbauweise entscheidet. Zur Zeit stehen sieben Container auf dem Gelände des Jugendtreffs, die jedoch stark abgenutzt sind und nicht genügend Platz bieten. Mit anderen Worten: „Die Räume platzen aus allen Nähten“, wie Sozialpädagoge Saim Cetinkaya, der den Jugendtreff seit 18 Jahren leitet, immer wieder anmerkt. Er war bei allen Gesprächen mit dabei. In Abstimmung mit dem Komet sei ein Grundriss entwickelt worden, der einen Baukörper mit einer Netto-Nutzfläche von 200 Quadratmetern vorsieht. Der neue Komet diene dem Aufenthalt von Kindern und Jugendlichen – damit seien die baurechtlichen Anforderungen an einen Sonderbau gemäß Landesbauordnung zu berücksichtigen, so der Ingenieur. Holzhäuser, die wie Ferien- oder Kleingartenhäuser gestaltet sind, genügten diesen Anforderungen nicht. Barrierefreiheit, eine behindertengerechte Toilette sowie Energiesparmaßnahmen, Schallschutz und Akustik sind besondere Kriterien, die unbedingt zu berücksichtigen seien.

Die Kosten betragen 360    000 Euro. „Die Umsetzung des Projekts innerhalb dieses Budgets ist realisierbar, stellt aber an die Qualität und Ausstattung nur den Mindeststandard dar“, so der Experte. Mit der Erstellung der Planungsunterlagen und des Bauantrages soll in den nächsten Wochen begonnen werden. Während der Bauzeit könnten die Jugendlichen auf die Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGS) ausweichen, so die Fachleute. Die GuGs liegt in unmittelbarer Nähe des Komet an der Raa.

„Wir freuen uns über die bisherige Zustimmung der Politik und die positiven Rückmeldungen. Wir hoffen nun, dass die Vorlage auch von der Ratsversammlung beschlossen wird“, sagt Fachbereichsleiter Heiner Koch, der das Projekt mit betreut.

Die GuGs liegt in unmittelbarer Nähe des Komet an der Straße An der Raa.

René Erdbrügger

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