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Knappe Kasse : Pinneberg bangt wieder ums Hallenbad

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jährlich 1,2 Millionen Euro Defizit: Die Politik diskutiert erneut über eine Schließung des Hallenbads. Was denken Sie? Stimmen Sie ab!

Pinneberg | Pinneberg diskutiert erneut über die Schließung des Hallenbads an der Burmeisterallee. Grund ist die desaströse Finanzsituation der Kreisstadt. Das von den Stadtwerken betriebene Bad macht jährlich 1,2 Millionen Euro Miese.

Im Frühjahr 2012 hatten Überlegungen, die Halle aufzugeben, schon einmal für Proteste gesorgt. Anlass der Diskussion ist ein Maßnahmenkatalog aus dem Rathaus. Darin werden Wege aufgezeigt, die Finanzsituation Pinnebergs zu verbessern.

Die Lage der Kreisstadt ist dramatisch. Mitte 2013 war die Gesamtverschuldung auf 99,2 Millionen Euro beziffert worden. Prognosen zufolge könnte sie bis 2016 auf rund 150 Millionen Euro steigen. Hinzu kommt ein kürzlich bekannt gewordener Sanierungsstau an den Schulen. Rund 35 Millionen Euro muss die Stadt aufwenden, um ihre Bildungseinrichtungen fit für die Zukunft zu machen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt wegen der Schuldenkrise Steuern und Abgaben erhöht. Das könnte erneut drohen. So wird in dem Maßnahmenkatalog aus dem Rathaus die Erhöhung der Grundsteuer B angeregt.

Kann sich Pinneberg das Hallenbad noch leisten?

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Es ist nicht das erste Mal, dass Pinneberg um sein Hallenbad zittern muss. Bereits am 30. März 2012 hatte unsere Zeitung über Pläne berichtet, das Bad zu schließen. Gründe waren schon damals das jährliche Defizit von 1,2 Millionen Euro und der massive Sparzwang. Schnell formierte sich Protest. Stammgäste, Vereine, die Wasserwacht und Schulen machten mobil. In den Folgewochen wurde bekannt, dass die umfassende Modernisierung des Bads bis zu sieben Millionen Euro kosten könnte. Der VfL Pinneberg schlug sogar vor, ein neues Hallenbad zu bauen – auf dem Marktplatz. Stammgäste des Bades an der Burmeisteralle formierten sich – und legten ein Konzept für die Modernisierung des alten Bads vor. Während eines Runden Tischs machten sich Bürger Luft. Nur ein Vorgeschmack: Der Protest gipfelt am 31. Mai in einer Demonstration vorm Pinneberger Rathaus. Hallenbad-Fans übergeben 4000 Unterschriften für den Erhalt des Bads. Kurz darauf durften sie aufatmen. Die Politik distanzierte sich von einer Schließung der Einrichtung. Stattdessen wurde darauf gesetzt, den Betrieb an der Burmeisterallee so weit wie möglich zu optimieren.

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erstellt am 11.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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