Trabers Monstertrucks- und Stuntcarshow : Pinneberg auf den Spuren von Evel Knievel

Mit Sprüngen wie diesem über insgesamt neun Autos begeisterten die Motorsport-Artisten die Zuschauer.
Mit Sprüngen wie diesem über insgesamt neun Autos begeisterten die Motorsport-Artisten die Zuschauer.

Sprünge, Feuerwände und PS-Monsterboliden: Trabers Stuntshow gastiert nach mehr als 20 Jahren wieder in Deutschland.

shz.de von
06. August 2018, 12:00 Uhr

Pinneberg | Die Motoren der PS-Monsterboliden dröhnen ohrenbetäubend, Motorräder knattern, Stuntcars heulen laut auf, die Luft ist zunehmend erfüllt vom Geruch nach Benzin und Auspuffgasen, aber stören tut es offensichtlich niemanden. Die 400 Besucher von Trabers Monstertrucks- und Stuntcarshow haben sich am Sonntagmorgen ganz bewusst auf den Weg zum Famila Parkplatz an der Flensburger Straße gemacht, um das Spektakel der Motor-Artisten nicht zu verpassen.

Action pur

Sprünge über neun Autos, Stuntcarfahren auf zwei Rädern, das Durchbrechen einer Feuerwand, Plattmachen alter Schrottautos durch zwei Monstertrucks: Das Stunt-Team Traber bot bei seinem Gastspiel in Pinneberg Action pur. Johnny Traber (43) und seine Söhne Marcel (25) und Louis (17) sind die Hauptakteure, aber auch Hans-Lutz Traber (67), Chef des Unternehmens, zeigt im Stuntcar seine Spezialdisziplin: das Fahren auf zwei Rädern. Mehr als 200 Tage pro Jahr ist die Artistentruppe auf Achse, in Deutschland tourt die Show nun seit 20  Jahren erstmals wieder.

Das Stunt-Team der Trabers: Hans-Lutz (von links), Johnny, Marcel, Louis und Stefan Fischer, Manager und Moderator.
Kölln
Das Stunt-Team der Trabers: Hans-Lutz (von links), Johnny, Marcel, Louis und Stefan Fischer, Manager und Moderator.
 

„Die Monstertrucks sind Marke Eigenbau“, erklärt Johnny Traber. „Die Kabine und die Federn kommen aus den USA, den Rest bauen wir selbst.“ Große Reparaturen und Inspektionen finden in den Monaten statt, wenn Familie Traber in Selfkant in Nordrhein-Westfalen ab Oktober ihr Winterquartier bezieht.

So spektakulär wie möglich

Louis Traber durchbricht eine Feuerwand.
Kölln

Louis Traber durchbricht eine Feuerwand.

 

„Auch wenn die Show so spektakulär wie möglich sein soll, wir sind immer auf unsere Sicherheit bedacht. Wir wissen genau, was wir tun“, betont Johnny Traber. Verletzungen gäbe es zum Glück nur sehr selten. Wie seine eigenen Söhne wurde auch er früh an den Motorsport herangeführt. So schaffte er mit fünf Jahren bereits den Motorradsprung über drei Autos, mit 23 Jahren waren es bereits 28 Autos. Den Ablauf einer Show beschreibt Johnny Traber so: „Am Sonnabend nach 23 Uhr und am Sonntag ab 6 Uhr ist Aufbau, damit die Show pünktlich starten kann. Gleich nach der Veranstaltung ist der Abbau und Verlegung zum neuen Spielort.“ Dies alles bewältigt Familie Traber mit nur einem Angestellten – auch für ein eingespieltes Team ein echter Knochenjob.

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