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Anstoss - die HSV Kolumne : Pierre-Michel Lasogga fehlt der letzte Biss

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Auch Dennis Diekmeier ist zu schnell zufrieden - sagt Lars Zimmermann.

shz.de von
erstellt am 06.Mär.2016 | 05:30 Uhr

Hamburg | Zwei Gesichter des HSV stehen am Scheideweg. Pierre-Michel Lasogga und Dennis Diekmeier sind austauschbar. Beide galten lange Zeit als unumstrittene Stammspieler, sind für Trainer Bruno Labbadia aber längst nicht mehr unersetzlich. Dass sie in den vergangen Wochen häufig die Bank drücken mussten, zeigt, dass Labbadia mit ihren Leistungen und vermutlich auch mit ihrer Einstellung nicht zufrieden ist.

Der Trainer ist ein enorm ehrgeiziger Typ, der immer gewinnen will. Genau diese Eigenschaften fehlen Diekmeier und Lasogga. Sie sind zu schnell zufrieden und keine Profis, die über ihre Grenzen gehen. Bei Lasogga stellt sich die Frage, warum er es in nunmehr fast zwei Jahren nicht geschafft hat, vollständige körperliche Fitness zu erlangen. Das kann nicht nur mit Verletzungspech zu tun haben. Bezeichnend ist, dass Emir Spahic vor einigen Monaten gerade den bulligen Stürmer wegen mangelnder Trainingsleistungen attackierte. Labbadia hat mangels anderer Optionen lange seine schützende Hand über Lasogga gehalten. Die Alternativen fehlen weiterhin. Artjoms Rudnevs ist trotz gelegentlicher Lichtblicke kein vollwertiger Bundesligastürmer. Dass Lasogga trotz allem häufig auf der Bank sitzt, obwohl er besser als Rudnevs ist, sollte ihm zu denken geben.

Dennis Diekmeier muss den lange fest zementierten Platz als rechter Verteidiger immer öfter für Gotoku Sakai räumen. Der Japaner hat zwar wesentlich weniger Talent, dafür Biss und Ehrgeiz. Eigenschaften, durch die er zuverlässiger und wertvoller für die Mannschaft ist als Diekmeier. Der schien seine gelegentliche Lethargie in der Hinrunde abgelegt zu haben, kommt aber 2016 nicht mehr auf Touren. Wenn er so weiter macht, bleibt er als Profi in Erinnerung, der sein Potenzial nie ausgeschöpft hat. Genauso wie Lasogga. Beide müssen ihre Einstellung überdenken. Sonst sind sie bald nicht mehr austauschbar, sondern überflüssig.

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