Weltgebetstag in Barmstedt : „Philippinen sind nicht das Paradies“

Die Organisatorinnendes Weltgebetstags laden für kommenden Freitag ins Gemeindehaus ein.
Die Organisatorinnendes Weltgebetstags laden für kommenden Freitag ins Gemeindehaus ein.

Nachdem sich das Orga-Team aufgelöst hatte, drohte dem Weltgebetstag in Barmstedt das Aus. Doch dann fanden sich zwölf Frauen, die die Veranstaltung am 3. März vorbereiten.

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01. März 2017, 12:00 Uhr

Barmstedt | Wären sie nicht gewesen, wäre der Weltgebetstag in Barmstedt wohl eingeschlafen. Doch weil sich vor einiger Zeit zwölf Frauen zusammenfanden, um die Organisation zu übernehmen, findet er auch in diesem Jahr statt: am kommenden Freitag, 3. März, ab 16.30 Uhr im Gemeindehaus, Chemnitzstraße 26. Der Nachmittag unter dem Motto „Was ist denn fair?“ dreht sich um das Thema globale Gerechtigkeit. Das zentrale Land sind dabei die Philippinen.

Philippinin Maria Theresa Manilla wird ihre Heimat vorstellen

Das Vorbereitungsteam hat sich allerhand einfallen lassen, um einen informativen Nachmittag zu gestalten. „Wir zeigen Probleme auf, die vor allem die Frauen auf den Philippinen haben, und stellen Land und Leute vor“, sagte Gundula Büchner vom Orga-Team während der „Generalprobe“ am Montagabend. Zwar sei die Landschaft dort „teils paradiesisch schön, aber das Paradies sind die Philippinen nicht“. Er herrsche viel Armut – gerade bei der indigenen Bevölkerung – und gebe viel Korruption. Die in Barmstedt wohnende Philippinin Maria Theresa Manilla wird ihre Heimat vorstellen. Auch ein kleines Theaterstück wird vorgeführt: Als Haushälterin, Reisbäuerin, Witwe aus dem Taifungebiet und Tagelöhnerin in einer Zuckerrohrplantage berichten vier Frauen von ihren Problemen.

Die Fürbitten, die während des Gottesdienstes gesprochen werden, wurden von philippinischen Frauen ausgearbeitet. Es werden sowohl bekannte als auch Lieder von den Philippinen gesungen. Anschließend gibt es ein Buffet mit traditionellen Speisen des Inselreichs. Reis und Nudeln sowie Gemüse sind die Grundlagen. Auch einige Wörter werden die Besucher lernen – etwa Mabuhay, was „Willkommen“ und „Habe ein langes Leben“ heißt.

Zum Weltgebetstag sind nicht nur Frauen, sondern auch Männer und Kinder eingeladen.

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