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Pinneberger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 11:52 Uhr

Pflegeplan für die Bilsbekniederung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gebiet ist Teil des Natura-2000-Projekts / Lokale Betreuer vom Nabu vorgestellt / Land will weitere Flächen kaufen

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Die Bilsbekniederung im Dreieck zwischen Kummerfeld, Ellerhoop und Quickborn gehört zu einem großen Verbund europäischer Naturschutzgebiete. Gestern hat das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) die Managementpläne für die Flächen präsentiert und zwei ehrenamtliche Ansprechpartner des Nabu vorgestellt.

Roland Dilchert aus Uetersen und Gisela Oden-Behrendt aus Quickborn, beide beim Nabu Elbmarschen aktiv, sollen zukünftig ein Auge auf die Bilsbekniederung haben. „Wir machen das landesweit in fast allen Naturschutzgebieten“, sagte Edelgard Heim, beim LLUR zuständig für Natura-2000-Gebiete (siehe Artikel unten). Die ehrenamtlichen Helfer werden auf den Flächen Daten sammeln und Vorschläge für Verbesserungen machen. „Wenn sie etwa bestimmte Vogelarten entdecken, könnten sie anregen, Nisthilfen zu installieren“, sagte Heim. Außerdem sollen sie auf Spaziergänger zugehen, die etwa ihre Hunde frei laufen lassen, um sie auf das Risiko für die Wildtiere aufmerksam zu machen.

Heim erläuterte auch die Schutzbestimmungen für das Gebiet. Sie betreffen auch private Flächenbesitzer, weil Teile des Geländes land- und forstwirtschaftlich genutzt werden. „Der Großteil ist allerdings in öffentlicher Hand und gehört der Stiftung Naturschutz oder Kommunen“, sagte Heim.

Für alle Flächen gilt, dass die landwirtschaftliche Nutzung nicht intensiviert werden darf. Grünland darf nicht umgebrochen und zu Acker gemacht werden. Auf Grünland dürfen der Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln, die Mahd und die Tierhaltung nicht intensiviert werden. Auch die Entwässerung ist eingeschränkt.

Waldbesitzer dürfen zudem keine Höhlenbäume abholzen. In der Nähe von Nistplätzen darf nicht gearbeitet werden. Erwünscht sind dagegen Einschläge in Nadelholz, weil es für das Gebiet untypisch ist. Flächen der Stiftung Naturschutz und Ausgleichsflächen der Stadt Pinneberg dürfen forstlich nicht mehr genutzt werden. Grünland wird mit Gallowayrindern beweidet.

Das LLUR bietet auch Vertragsnaturschutz an. Landwirte verpflichten sich, besonders strenge Richtlinien einzuhalten und bekommen dafür eine Entschädigung. Außerdem sollen weitere Flächen gekauft werden.

Nähere Infos gibt es auf der Internetseite des Landes Schleswig-Holstein unter den Reitern Landwirtschaft und Umwelt, Naturschutz, Natura 2000 und FFH-Gebiete.


>www.schleswig-holstein.de

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