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Pinneberger Tageblatt

22. November 2017 | 17:58 Uhr

Pflegedienst unter englischer Krone

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

AustauschprogrammSchülerinnen der Regio-Kliniken aus Pinneberg und Bönningstedt arbeiten einen Monat lang im Lake District

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Einmal im Ausland lernen oder arbeiten: Bei vielen jungen Menschen steht dieser Punkt in der Liste der zu machenden Lebenserfahrungen ganz oben. Vivien Nagel und Natascha Wojahn aus dem Kreis Pinneberg sind zwei von ihnen, die kürzlich aufgebrochen sind, um diese Erfahrungen zu sammeln.

Die beiden angehenden Gesundheits- und Krankenpflegerinnen im zweiten Lehrjahr an den Regio-Kliniken lernen einen Monat lang im Community Hospital von Cockermouth im Lake District im Norden Englands das englische Gesundheitssystem kennen.

Möglich macht das eine Kooperation ihres Arbeitgebers: Das Bildungszentrum der Regio-Kliniken bietet zusammen mit dem Erasmus-Programm der EU seit diesem Jahr angehenden Gesundheits- und Krankenpflegern die Chance, für eine Zeit ins Ausland zu gehen. „Im Studium ist ein Auslandsaufenthalt mittlerweile völlig normal. Wir wollen daher auch unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, in ein anderes Land zu gehen und dort Land und Leute kennen zu lernen“, erläuterte Sigrid Kapitzke, Leiterin des Regio-Bildungszentrums.

Für Kapitzke sei das Austausch-Programm auch eine Chance, die Ausbildung bei den Regio-Kliniken noch interessanter zu machen. „Aufgrund unserer Größe können die Schüler bereits viele Fachbereiche und Einrichtungen kennenlernen. Jetzt kommt auch eine Klinik im Ausland dazu. Das ist hochattraktiv“, sagte sie.

Am Sonntag startete für Nagel und Wojahn der Flieger; die Koffer waren bereits Tage zuvor gepackt. „Ich bin neugierig, wie die Pflege in England organisiert ist und ob ich mich mit meinem Wissen aus dem zweiten Lehrjahr dort gut integrieren kann“, sagte Wojahn voller Vorfreude. Die 21-jährige Pinnebergerin fügte an: „Ich war noch nie in England und bin gespannt auf die Menschen und die Kultur.“

Nagel gehe es nicht anders: „Ich finde es reizvoll, einen Einblick in die Kultur anderer Länder zu erhalten, die Menschen zu erleben und die Sprache zu lernen.“ England kenne sie auch noch nicht. Außerdem erhoffe sich die
23-Jährige aus Bönningstedt fachliche Impulse durch den Aufenthalt im Vereinigten Königreich.

Aufgrund der strengen gesetzlichen Vorgaben ist der Austausch für die Gesundheits- und Krankenpflegerschülerinnen kürzer als für Studenten. Sie dürfen nur während der Praxiseinsätze ins Ausland. Zu den Theoriekursen müssen sie wieder zurück in ihrem Heimatland sein. Die beiden Schülerinnen Nagel und Wojahn störe das nicht. Sie würden sich trotzdem auf einen unvergesslichen Monat im Lake District freuen.

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