Rellingen : Pfingstzeltlager der Feuerwehren

Voller Körpereinsatz: Bei der Bewältigung der 16 Spiele bewiesen die Jugendfeuerwehren oftmals besondere Kreativität.
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Voller Körpereinsatz: Bei der Bewältigung der 16 Spiele bewiesen die Jugendfeuerwehren oftmals besondere Kreativität.

1000 Jugendliche und Betreuer rund um die Rellinger Caspar-Voght-Schule. Kameradschaft und Wettkampf im Mittelpunkt.

shz.de von
27. Mai 2015, 16:00 Uhr

Rellingen | Immer wieder dröhnten am Pfingstwochenende die Namen der Heimatgemeinden der Jugendfeuerwehr über Schulhof und Sportplatz der Caspar-Voght-Schule in Rellingen. Mal gebrüllt, mal buchstabiert – Hauptsache laut. Zu den 37 Jugendfeuerwehren gesellten sich noch zwei Gastwehren aus Niebüll aus Nordfriesland und Driftsethe, einer Ortschaft im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven. 92 Zelte wurden am Freitag auf der Wiese hinter der Schule errichtet, die 1000 Teilnehmern des Pfingstzeltlagers „Camp Phoenix“ der Jugendfeuerwehren Platz boten – Organisiert von der Rellinger Feuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Egenbüttel. „Das ist beeindruckend zu sehen, wie viele Jugendliche hierher gekommen sind und wie engagiert sie dabei sind“, sagte Kreisjugendwart Ernst-Niko Koberg. Denn schließlich stand nicht nur der Spaß im Vordergrund, sondern die Stärkung der Kameradschaft innerhalb der einzelnen Wehren, aber auch zu den Nachbargemeinden. „Spiel und Spaß gehören bei uns dazu, aber auch Geschicklichkeit, Sport und feuerwehrspezifische Aufgaben“, sagte Koberg. So mussten auf einem Brett liegend bunte Plastikbälle aus einem Wasserbehälter gefischt und in einen zweiten transportiert werden.

Mit Wasserkanistern wurde eine Spielfläche ausbalaniciert, auf der eine Kugel durch ein Labyrinth geführt werden musste. Auf dem Sportplatz galt es Eimer zu stapeln oder Leitern – beschwert mit Wassereimern zu transportieren. Beim Phoenix-Cup setzte sich am Sonnabend die Jugendfeuerwehr Wedel vor Heist und Hasloh durch. Den Rellingen-Cup am Sonntag gewann Bönningstedt vor Schenefeld und Kölln-Reisick. Zudem wurde am Sonntag die Jugendfeuerwehr Heidgraben mit dem Fairnesspokal ausgezeichnet, der seit Jahren vom SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann gestiftet wird. „Es ist toll zu sehen, dass wir so einen engagierten Nachwuchs haben“, sagte Koberg. Sein Dank galt aber auch den 150 Betreuern, die sich um Organisation, Lagerruhe, aber auch um die Versorgung kümmern. So landeten am Sonnabend 1000 Steaks und 2000 Würstchen auf den Grills.

Die Planungen für das Pfingstzeltlager kommendes Jahr haben bereits begonnen, wie Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) erklärte: „Wir üben schon mal als Zuschauer.“ Sonntag überreichte ihre Rellinger Amtskollegin Anja Radtke (parteilos) symbolisch ein D-Strahlrohr als Staffelstab. Ein Ansporn für Schenefelds stellvertretenden Wehrführer Tomas Berens: „Wir sehen das nicht als Staffelholz, sondern als Staffelbaum. Denn die Organisation war weltklasse und eine echte Herausforderung für uns.“ Den Verlierer des Zeltlagers hatte Koberg schnell ausgemacht: ein Austernfischerpärchen, das bis Sonnabend an der Schule gebrütet hatte. „Für die waren 1000 Feuerwehrleute auf einen Schlag wohl einfach zu viele.“

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