zur Navigation springen

Western- und Vorderladertreffen in Quickborn : Pferde im Saloon und Spargel im Topf

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Etwa 400 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und Dänemark lassen in Quickborn den Wilden Westen aufleben. Am Pfingstwochenende werden traditionell Zelte und Tipis auf der Anlage des Schützenvereins aufgeschlagen.

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2017 | 14:30 Uhr

Quickborn | „Ey, Pferde sind hier nicht erlaubt“, brüllte einer der Cowboys. Das störte das Pferd allerdings wenig, das am Sonnabend kurzerhand den Weg in den Saloon beim 33. Western- und Vorderladertreffen des Schützenvereins Quickborn-Renzel eingeschlagen hatte. Brav blieb es am Eingang stehen – geschützt vor den Regentropfen. „Solange es keinem das Bier wegtrinkt, darf es bleiben“, konterte ein anderer Cowboy die barsche Ansprache.

Cowboys, Indianer, Trapper, Soldaten und fahrende Händler aus Deutschland, Dänemark und Österreich hatten über das Pfingstwochenende ihre Zelte und Tipis auf und um die Anlage des Schützenvereins am Kugelfang aufgeschlagen. „Solange es nicht regnet, ist alles ok“, stellte Heiko Nickel aus Bremen fest. Selbst war er bestens vor dem Regen geschützt: „Auch wenn der Sombrero eigentlich ein Sonnen- und kein Regenschutz ist“, sagte er und zeigte auf den breiten schwarzen Hut, der sein mexikanisches Outfit abrundete. Mitleid hatte er mit den Fans der militärischen Gruppen, die die amerikanischen Nord- und Südstaaten darstellten: „Bei Temperaturen ab 25 Grad schwitzen die Jungs ganz schön. Und bei Regen werden die Jacken, die zumeist aus Filz sind, ziemlich schwer.“ Jürgen Kavari aus Bielefeld rieb den Stoff seiner Südstaaten-Armee-Jacke zwischen den Fingern. „Man gewöhnt sich daran. Wenn die Jacke nass wird, wird sie auch irgendwann wieder trocken. Südstaatler haben es leichter. Wir können aussehen, wie wir wollen.“

Winnie Wüstner hatte sein Brennholz vorsorglich trocken gelagert – schließlich sollte sein Mittagessen über offener Flamme entstehen. „Ein typisches Cowboy-Essen. Spargel mit Kartoffeln“, sagte Wüstner lachend. Eigentlich kein Unterschied zum Herd, wie seine Frau Heidi erläuterte: „Man muss nur drauf achten, dass das Feuer brennt. Dann geht das schon.“

Sibylla Reuther, Leiterin der Bogensparte des Schützenvereins, war ein wenig enttäuscht vom Besuch: „Bei Regen kommt leider kaum jemand und wir sind ziemlich unter uns.“ Doch einige Wagemutige kamen doch – oftmals kostümiert – um für einige Stunden im Wilden Westen in eine andere Zeit und Welt einzutauchen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen