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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 04:28 Uhr

Pfauenmord und sklavische Liebe

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Halbjahresprogramm Kulturkreis Halstenbek setzt auf Lesungen und Musik / Vorverkauf beginnt jeweils einen Monat vor Termin

von
erstellt am 31.Dez.2016 | 16:00 Uhr

Das Jahr 1990 war der Startschuss für eine Erfolgsgeschichte: Bis heute sorgen die Mitglieder des Kulturkreises Halstenbek dafür, dass in der Baumschulengemeinde kein „Hungerleiden“ für Geist, Seele und Verstand aufkommt. Dem Vorstand um Tamara Böhning, ihrem Stellvertreter Klaus Hohenstein, Valeri Hohenstein als Musik-Referent, Eva Maria Rabe (Literatur) sowie Schatzmeister Walter Wulf ist es auch wieder zu verdanken, dass für das Halbjahr 2017 in regelmäßigem monatlichen Abstand ein Abend mit Müßiggang geboten wird.

Auftakt bildet am Freitag, 17. Februar, ab 19.30 Uhr, die Lesung von Isabel Bogdan aus ihrem ersten Roman „Der Pfau“. Im Gemeindezentrum „Arche Noah“, Haselweg 37, können sich Interessierte von der Autorin und Übersetzerin in die schottischen Highlands entführen lassen. Es geht dabei um eine Gruppe Londoner Banker, die dort ein Teambuilding-Seminar auf einem heruntergekommenen Landsitz verbringt. Einer der dort lebenden Pfauen dreht leider durch und wird vom Lord aus dem Weg geräumt. Daraus ergibt sich ein absurd-komisches Geschehen, das die Beteiligten an ihre Grenzen bringt. Eine subtile Komödie – very britisch, das versprechen die hiesigen Organisatoren. Der Eintritt kostet zehn Euro, Mitglieder zahlen acht, Schüler fünf Euro.


Seelische Abgründe einer Frau


Am Freitag, 17. März, geht es ab 19.30 Uhr an derselben Stelle weiter: „Brief einer Unbekannten“ von Stefan Zweig – eine musikalische Lesung mit Iris Bebensee lautet der Titel. Die Hamburger Schauspielerin Iris Bebensee wird an diesem Abend von der in Moskau ausgebildeten Pianistin Larissa Pinto begleitet. Beide begeben sich gemeinsam in die tiefen seelischen Abgründe einer Frau, die mit fast sklavischer Liebe an ihrem Liebhaber festhält ohne Gegenliebe zu erwarten.

Diese Lesung wird begleitet mit wunderbarer Musik von Liszt, Ligeti, Erik Satie und den Chansons der Wiener Zeit des 20. Jahrhunderts. Der Eintritt kostet zehn Euro, Mitglieder zahlen acht, Schüler fünf Euro.

Die moderne Aula des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums, Bickbargen 111, ist am Freitag, 21. April, ab 19.30 Uhr Pilgerstätte für Fans. Leonard Bernsteins „Symphonic dances from West Side Story“ wird vom Duo Montparnasse und Elbtonal Percussion Duo aufgeführt. „Mit diesem außergewöhnlichen Programm der Gruppe Elbtonal Percussion Duo und zwei Flügeln präsentieren wir ein Konzert voller Rhythmus, Kraft und Virtuosität“, schwärmt Böhning bereits Monate im Voraus. Im Mittelpunkt stehen die Sinfonischen Tänze aus der West-Side-Story von Bernstein. „Es groovt, es jazzt, es wird gewaltig, aber auch feinsinnig und bluesig“, heißt es in der Vorankündigung. Aurelie Namont, Elisaveta Ilina an zwei Flügeln, Sönke Schreiber und Stephan Krause am Schlagwerk sorgen für einen unvergessenen Abend. Der Eintritt kostet zwölf Euro, Mitglieder zahlen zehn, Schüler fünf Euro.

Feinste Melodien und betörende Technik auf sechs Saiten erwarten am Freitag, 19. Mai, ab 19.30 Uhr Anhänger der kultivierten Gitarrenmusik. Kein Geringerer als der schwedische Gitarrist Rasmus Vamos Fecher, 1990 in Stockholm geboren, ist im Gemeindezentrum „Arche Noah“ im Haselweg 37 zu Gast. Auf dem Programm steht Musik aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Fecher blickt auf eine spannende Musik-Vita zurück. Er begann mit neun Jahren, klassische Gitarre zu spielen. Als Zwölfjähriger entschied er sich, inspiriert durch seinen damaligen Lehrer, professioneller Gitarrist zu werden. Der Künstler studierte an der Musikhochschule in Malmö. Derzeit ist Fecher Schüler von Alexander-Sergei Ramirez an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf.

Es erklingt Musik aus Spanien mit Kompositionen von Fernando Sor, Francisco Tárrega und Isaac Albeniz sowie aus Schweden Werke von Gunnar de Frumerie und Simon Söfelde spielen. Der Eintritt kostet zehn Euro, Mitglieder zahlen acht, Schüler fünf Euro.

Kultig wird es am Sonntag, 25. Juni. Ab 12 Uhr erklingt zum achten Mal im Baumschulmuseum Pinneberg in der Halstenbeker Straße 29 Jazzmusik zum Frühschoppen. Die Combo „8    to the bar“ wird um „Highnoon“ erwartet. „Diese Gruppe steht für handgemachte Musik - mit oder ohne elektrische Verstärkung. Sie spielen alles, von Boogie Woogie und Blues über Swing und Jazzstandards bis zu Oldies und dem einen oder anderen deutschen Titel – und immer mit dem gewissen Swing“, sagt Böhning. Der Eintritt kostet zwölf Euro, Mitglieder zahlen zehn, Schüler fünf Euro.

Böhning und das Vorstandsteam versprechen: „Wie immer: Für Essen und Getränke ist gesorgt!“ >  

www.kulturkreis-halstenbek.de

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