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Nach Park&Ride-Eröffnung in Pinneberg : Peu à peu zum neuen Bahnhof

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fast 800.000 Euro Kosten sind allein für den jetzt fertiggestellten ersten von drei Bauabschnitten angefallen. Die neue Park&Ride-Flächen an der Rockvillestraße sind offiziell eröffnet.

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erstellt am 05.Apr.2016 | 12:30 Uhr

Pinneberg | Der Pinneberger Bahnhof ist ein besonderer Bahnhof. Besonders, weil er einer der am stärksten frequentierten Bahnhöfe in Schleswig-Holstein ist. Besonders, weil das historische Bahnhofsgebäude 1848 das erste seiner Art im Land war. Und – in negativer Hinsicht – besonders, weil der Bahnhof bis heute nicht barrierefrei zugänglich ist. Doch jetzt ist der erste Teil der Umgestaltungsmaßnahmen abgeschlossen: Der Park & Ride-Parkplatz an der Rockvillestraße ist fertig.

Am Montagmittag rollten die ersten Autos auf die Fläche, die Platz für 160 Pkw bietet. Vier Parkplätze stehen für Menschen mit Behinderung zur Verfügung. Bauamtsleiter Klaus Stieghorst sagte gestern: „Es ist der kleinste, aber der erste Baustein des Projekts.“

In zwei Wochen geht es weiter. Dann starten die Kanalbauarbeiten auf der bisherigen Park&Ride-Fläche, die 140 Autos Platz bot. Diese weicht einem Busbahnhof. In einem nächsten Abschnitt soll dann eine Unterführung in Höhe des Bahnhofs neu gebaut werden. Außerdem wird es ein Fahrradparkhaus geben. „Mit Stellplätzen für etwa 300 Räder“, so Stieghorst.

Bei Kanalbauarbeiten wurde am 11. Juni 2015 eine Granate gefunden.
Bei Kanalbauarbeiten wurde am 11. Juni 2015 eine Granate gefunden. Foto: Oster

Im ersten Stock könnten Pendler ihre Fahrräder abstellen, im Erdgeschoss werde Einzelhandel angesiedelt. „Das ist aber Sache der Bahn“, sagte der Bauamtsleiter. Die Gebäude werden, bis auf das historische Bahnhofsgebäude, abgerissen.  788.000 Euro wurden insgesamt in die neuen Parkfläche investiert. Finanziert wird das zu 75 Prozent vom Land Schleswig-Holstein, und zu jeweils 12,5 Prozent vom Förderfonds der Metropolregion Hamburg und von der Stadt Pinneberg.

Bis 2018 /2019 solle die Umgestaltung der Nordseite laut Stieghorst abgeschlossen sein. Das Gesamtvolumen schätzt er auf 3,7 Millionen Euro. In den vergangenen Monaten ist viel geschehen am Bahnhof. „Auch wenn oft die Kritik kam, hier würde nichts passieren“, sagte Roland Schultz, Fachdienstleiter für Straßenbau und Verkehr.

Zunächst wurden von April bis August vergangenen Jahres Kanalbauarbeiten durchgeführt. Dabei stießen die Bauarbeiter im Juni sogar auf eine Granate. Vier Stunden lang war die Straße am Bahnhof durch die Bundespolizei gesperrt. Die britische Artillerie-Granate – ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg – wurde von Spezialkräften geborgen. Und in einem Munitionszerlegebetrieb in Großnordsee entschärft.

Seit September wurde der Parkplatz gebaut. Die Pinneberger Stadtwerke verlegten außerdem neue Versorgungsleitungen und erneuerten die Fernwärmeleitung. „Der vierte April ist damit ein historisches Datum für Pinneberg“, kommentierte Klaus Seyfert (CDU). Der Bahnhof sei das Erste, was Besucher von Pinneberg sehen. „Und der erste Eindruck zählt. Deswegen ist es für die Stadt sehr wichtig, dass hier etwas getan wird“, sagte Seyfert.

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