Die „Appen musiziert“-Stars im Interview : Peter Sebastian: „Das Leben ist keine Generalprobe“

Peter Sebastian kommt am 20. September nach Appen.
Peter Sebastian kommt am 20. September nach Appen.

Im Gespräch mit den diesjährigen „Appen musiziert“-Stars. Schlagersänger Peter Sebastian über sein „Helfer-Gen“ und sein Engagement.

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13. Mai 2015, 14:00 Uhr

Appen | Peter Sebastian ist einer der Stars, die am Sonntag, 20. September, bei „Appen musiziert“ auftreten. Im zweiten Teil der Interview-Serie erläutert der Sänger, warum ihm die Unterstützung krebskranker Kinder so sehr am Herzen liegt und spricht über Schicksalsschläge sowie seinen eigenen Einsatz für den guten Zweck.

Freuen Sie sich schon auf den Auftritt bei „Appen musiziert“?
Peter Sebastian: Ich freue mich, dass ich wieder dabei sein darf. Appen ist ja inzwischen fast schon eine Marke wie Wacken. Es ist einfach toll, was dort für krebskranke Kinder getan wird. Für mich ist der Auftritt auch mit einem komischen Gefühl verbunden, weil ich selbst Krebs hatte. Zum Glück bin ich geheilt. Zu denen, die mir beim Kampf gegen die Krankheit geholfen haben, gehört unter anderem auch Rolf Heidenberger. Das Leben ist keine Generalprobe. Erst Nackenschläge zeigen einem, wie schön das Leben ist und dass es sich nicht lohnt, sich über jede Kleinigkeit aufzuregen.

Was ist Ihnen von Ihren früheren Auftritten in Appen besonders in Erinnerung geblieben?
Mich hat beeindruckt, mit welcher Freude und welchem Engagement die Veranstalter einfach nur Gas gegeben haben, um etwas auf die Beine zu stellen. Was Rolf Heidenberger und sein Team leisten, ist einfach unglaublich. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie hart sie arbeiten. Ich organisiere mit unserem Förderkreis jetzt schon die 30. Benefizveranstaltung Starpyramide, die am 29. November in der Friedrich-Ebert-Halle in Harburg stattfindet. Der Erlös der Veranstaltung geht an das „Gemeinnützige Jugendwerk unfallgeschädigter Kinder“.

Was dürfen die Zuschauer in Appen von Ihnen erwarten?
Den Peter Sebastian, den alle kennen und meinen Hit „Du schwarzer Zigeuner“. Außerdem bereite ich eine kleine Überraschung vor, die etwas mit einem Blumenstrauß zu tun hat. Mehr wird noch nicht verraten. Ich finde es übrigens toll, dass „Appen musiziert“ keine steife Veranstaltung ist, bei denen die Gäste Schwellenangst haben. Hier kommt jeder her, weil er Spaß hat. Das passt zu mir. Ein Künstler soll Freude bereiten und nicht mit erhobenem Zeigefinger den Moralapostel spielen. Auch Unterhaltung, die für gute Laune sorgt, kann eine Botschaft haben.

Wieso ist Ihnen soziales Engagement so wichtig?
Es motiviert mich, etwas zurückzugeben, anderen eine Freude zu bereiten. Mir ist allerdings wichtig, nicht eine große Organisation zu unterstützen, um mein Ehrenamt zu promoten. Ich wollte schon immer ein Projekt fördern, wo ich sehe, wie die Spendengelder verwendet werden. Deshalb setze ich mich schon fast 30 Jahre für das „Gemeinnützige Jugendwerk unfallgeschädigter Kinder“ ein, bei denen Polizisten ehrenamtlich Kindern helfen, die Opfer eines Verkehrsunfalls wurden. Ich finde, diese Unterstützung hat, im Interesse der Kinder, die Polizei verdient. Nicht jeder mag sie. Aber unter der Uniform schlägt auch noch ein Herz.

Peter Sebastian, 57 Jahre alt, ist ein Urgestein der Schlagerszene. Der größte Hit des in Fleestedt bei Hamburg lebenden Sängers ist „Du schwarzer Zigeuner“. Bekannt machten ihn auch seine Arbeiten als Musikproduzent und als Radio- und Fernsehmoderator sowie ein Auftritt in der ARD-Serie „Großstadtrevier“. 2001 erhielt Sebastian für sein soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande. Damit wurde er für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement geehrt.

Für Ihren Einsatz bekamen Sie das Bundesverdienstkreuz verliehen. Was bedeutet Ihnen eine solche Auszeichnung?
Ich habe mich natürlich darüber gefreut. Solche Auszeichnungen waren aber nie meine Motivation. Wenn man mit etwas beginnt, weiß man sowieso nicht, welche Ehrungen man bekommt. Mir ist immer wichtig, sich wirklich mit einem Thema zu beschäftigen, und da hilft mir mein Lebensmotto: „Nichts ist interessant, wenn du nicht interessiert bist“. Dieses Interesse ist in der heutigen Zeit leider nur selten da. Gerade auch in der Politik fehlen mir Charakterköpfe und markante Typen wie zum Beispiel Helmut Schmidt und Herbert Wehner – von den Perspektiven mal gar nicht zu sprechen

Aufgrund Ihres Engagements ernannte die Polizei Sie zum „Ehrenkommissar“. Mag der „Kommissar“ Peter Sebastian denn auch Krimis?
Gute Krimis wie den „Tatort“ oder „Cobra 11“ auf jeden Fall. Wenn am Anfang schon einige Leichen da sind, bin ich begeistert. Aber wichtig sind auch knisternde Spannung, ausgefeilte Charaktere und eine gut durchdachte und plausible Handlung. Kritik an der Gesellschaft und eine saubere Sprache sollten dabei nicht fehlen.

Karten für „Appen musiziert“ gibt es im Ticket-Center des A. Beig-Verlags in Pinneberg, Damm 9-19, sowie in den Geschäftsstellen in Elmshorn, Schulstraße 62-66, in Wedel, Bahnhofstraße 65, in Quickborn, Kieler Straße 80, sowie in Barmstedt, Reichenstraße 17. Telefonische Vorbestellungen sind unter 04101-5356233 möglich. Die Tickets kosten 15 Euro, mit Sitzplatzgarantie 25.
Weitere Vorverkaufsstellen sind: Maren´s LaDiDa, Hauptstraße 24 in Appen, Edeka Jensen, August-Christen-Straße 6 in Barmstedt, Edeka Appel, Waldhof 3 in Ellerbek, Theaterkasse Konzert und Event, Kirchenstraße 8 in Elmshorn, Edeka Böge, Hauptstraße 37-43 in Halstenbek, Theaterkasse Moorrege, Wedeler Chaussee 26 in Moorrege, Edeka Bert Meyer, Dingstätte 5 und Saarlandstraße 65 in Pinneberg, Edeka Böge, Nienhöfener Straße 19a in Pinneberg, Marktkauf, Peiner Hag 1 in Prisdorf, Edeka Appel, Krupunder 2 in Rellingen, Edeka Böge, Hauptstraße 39 in Rellingen, Edeka Ermeling, Gerberstraße 1 in Uetersen sowie Edeka Jensen, Am Marienhof 3 in Wedel.
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