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Waldenau : Personalprobleme bei der Ortsgruppe des Sozialverbands Deutschlands

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ortsgruppe des Sozialverbands Deutschlands hat keine Nachfolger für Vorstand. Wahlen beim Pinneberger Schwesternverbund.

Pinneberg | Hier gibt es einen neuen Vorstand, dort bald gar keinen mehr. Bei den beiden Jahreshauptversammlungen des Sozialverbands Deutschlands (SoVD), die am Wochenende in Pinneberg stattfanden, ging es jeweils hoch her. Die Ortsgruppe Pinneberg hatte ins VfL-Heim am Fahltskamp eingeladen. Die Waldenauer Mitglieder tagten im Gemeinschaftshaus „Alte Schule“ an der Nienhöfener Straße, wo die Stimmung alles andere als rosig war.

„Der heutige Tag wird uns vielleicht noch Sorgen machen. Wir werden sehen, wie es weitergeht“, sagte Uwe Bornholdt, Vorsitzender der Ortsgruppe Waldenau, schon zur Begrüßung. Etwa eine Stunde später stellte er resigniert fest: „Genau das Ergebnis habe ich erwartet.“ Keines der 252 Mitglieder wollte für einen Vorstandsposten kandidieren. Damit wird der bisherige Vorstand, der geschlossen die Wiederwahl verweigerte, den Waldenauer SoVD maximal drei Monate weiterführen. In dieser Zeit muss eine neue Mitgliederversammlung stattfinden. Findet sich auch dann kein neuer Vorstand, müssen die Mitglieder über die Auflösung abstimmen.

Für Bornholdt selbst kam ein Weitermachen nicht in Frage. „Das kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr“, sagte er. Schon vor einem Jahr habe er seinen Rückzug angekündigt gehabt, in der Folge sei der gesamte Vorstand gebröckelt. Nun gehe es darum, Alternativen zu finden, sollte es tatsächlich zur Auflösung kommen. Bornholt befürwortet für diesen Fall entweder Kooperationen mit Prisdorf, Kummerfeld oder Tangstedt – oder gleich einen Zusammenschluss mit der SoVD-Ortsgruppe Pinneberg.

46.000 Euro Rente erstritten

Die wählte am Sonnabend Peter Thomsen zu ihrem neuen Vorsitzenden, sein Stellvertreter wurde Erwin Hoppe. Schatzmeisterin Jutta Lüskow und Schriftführerin Conny Leißau wurden indes in ihren Ämtern bestätigt. Die bislang vakante Position der Frauensprecherin übernimmt Angelika Simon übernimmt. Als Beisitzer ergänzen Rosi Schmid und Rolf Heidemann den Vorstand.

Mit derzeit 2160 Mitgliedern ist die Pinneberger Ortsgruppe nach Elmshorn die zweitgrößte im Kreis Pinneberg. „Relativ sind wir aber der größte Ortsverband, da Elmshorn deutlich mehr Einwohner hat“, sagte Bernd Heinz Stachowski, der in den vergangenen zwei Jahren den Vorsitz innehatte. Der Zuspruch steige immer mehr, weil es den Menschen in der Tendenz immer schlechter gehe. Viele seien aus schierer Not getrieben, dem SoVD beizutreten. „Wir haben einen sehr guten Namen bei den Menschen, die wir vertreten“, stellte Stachowski fest. Aktuelle Zahlen hatte auch Peter Gehring, Schriftführer des SoVD-Kreisverbands Pinneberg, parat. Der sei mittlerweile auf fast 13.000 Mitglieder angewachsen. „Wir hatten im vergangenem Jahr etwa 400 Kontakte pro Monat in der Geschäftsstelle, und 300 bis 400 Fälle sind vor Gericht gelandet“, berichtete Peter Gehring, Schriftführer des SoVD-Kreisverbands Pinneberg. Ein Raunen ging durch den Saal als er von einem Fall berichtete, bei dem der SoVD für eine Neuberechnung der Rentenbezüge gesorgt habe: „In diesem Fall haben wir eine Nachzahlung von 46.000 Euro erstritten“, so Gehring.

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