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Pinneberg : Perfektes Zusammenspiel aus Licht und Musik

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

So wie am Wochenende hatten die Gäste das Gotteshaus schon lange nicht mehr erleben können.

Pinneberg | Die Besucher in der Christuskirche zückten am Sonnabend immer wieder ihre Smartphones. Viele versuchten das, was um sie herum passierte, auf Fotos oder Videos festzuhalten, denn so hatten die Gäste das Gotteshaus zuletzt bei „Pinneberg im Licht“ vor einigen Jahren erleben können.

Im Sekundentakt wechselten die Farben im Kirchenschiff. Der Altarraum leuchtete blau, Sekunden später kam Rot dazu und schließlich wurde es zu einem sommerlichen Gelb. Dafür sorgte Gisela Meyer-Hahn.

Die Pinneberger Lichtkünstlerin hatte auf der Empore vor der Kirchenorgel Stellung bezogen und ihr eigenes Mischpult aufgebaut. Dies hatte aber nichts mit der musikalischen Darbietung des Sonux-Ensembles – den Männerstimmen der Chorknaben Uetersen – zu tun. Oder nur indirekt. Mit ihrem Mischpult steuerte sie die Lichteffekte in der Christuskirche. 50 Strahler mit entsprechenden Farbfolien hatte sie im Kirchenschiff und vor dem Gebäude angebracht. Zudem hingen große, transparente Banner von der Decke, die in verschiedenen Farben angestrahlt wurden. Hinter dem Altar bildeten drei Kuben eine zusätzliche Projektionsfläche, um mit Farben zu spielen. Dabei zauberte Mayer-Hahn beeindruckende Effekte. Sie begleitete den Gesang der Chorknaben Uetersen, die von Hans-Joachim Lustig dirigiert wurden, visuell. Mayer-Hahn griff die Stimmung bei den Werken „Mad world“ (Gary Jules), „O Lux beata trinitas“ (Felix Mendelssohn Bartholdy), „Light my light“ (Vytautas Miskinis) und „To the Light“ (Ugis Praulins) auf und unterstrich vor allem den sakralen Charakter durch dezente Farbgebung. Richtig bunt wurde es beim Popsong „Love and Light“, den Komponist Klaus Hillebrecht für die beiden Lichtkonzerte entwickelt hatte. Alle Farben des Regenbogens erleuchteten im Wechsel den Kirchenraum während das Sonux-Ensemble bewies: Musik in der Kirche muss nicht immer klassisch sein.

Während das erste Konzert am Sonnabend bereits Tage zuvor ausverkauft war, gab es für die zweite Aufführung im Anschluss noch Restkarten an der Abendkasse, die aber auch schnell vergriffen waren. Das Doppelkonzert fand im Rahmen des „Internationalen Jahrs des Lichts“ statt, dass die Vereinten Nationen wegen der herausragenden Bedeutung von Helligkeit auf das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen ausgerufen haben.

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erstellt am 02.Mär.2015 | 14:45 Uhr

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