Peiner Hag: Sanierung vertagt

Die Geh- und Radwege am Peiner Hag sind stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine Sanierung soll erst nach dem Ende der Bauarbeiten am Hudenbarg erfolgen.
Foto:
1 von 2
Die Geh- und Radwege am Peiner Hag sind stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine Sanierung soll erst nach dem Ende der Bauarbeiten am Hudenbarg erfolgen.

Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde Prisdorf sagt Baumaßnahme wegen neuer Bahnbrücke ab

shz.de von
29. Januar 2016, 16:04 Uhr

Der Geh- und Radweg im Gewerbegebiet Peiner Hag bleibt zunächst wie er ist. Die gröbsten Beschädigungen sollen beseitigt werden, eine größere Investition stellte der Umwelt-, Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde Prisdorf zunächst zurück. „Der Gehweg ist in einem ganz schlechten Zustand“, stellte der Ausschussvorsitzende Rolf Schwarz (BBP) fest. Eine erste Kostenschätzung für die einseitige Sanierung des Geh- und Radwegs belaufe sich auf fast 42  000 Euro. „Das sind nur grobe Schätzungen“, sagte Bürgermeister Wilfried Hans (CDU). Da die Wege älter als 30 Jahre seien, schlug er vor, Gespräche mit den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke zu führen, auf die die Kosten umgelegt würden.

Holger Splettstößer (CDU) regte an, die Wege nur auf einer Seite zu sanieren und dafür den Parkstreifen zu verbreitern. So könnte mehr Platz für die oft dort parkenden Lkw geschaffen und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Zudem würde die Attraktivität des Gewerbegebiets gesteigert. „Wenn die Brückenbauarbeiten laufen, können wir uns die Arbeiten an der Straße nicht leisten“, verwies Schwarz auf die Baupläne der Bahn am Hudenbarg. Entweder müssten die Arbeiten am Peiner Hag vor dem Beginn der Arbeiten der Deutschen Bahn abgeschlossen werden oder könnten erst 2019 beginnen. „Wir sollten auch darüber nachdenken, dass die neue Straße dann stärker genutzt wird als bisher“, mahnte Schwarz. Der CDU-Fraktions- und Finanzausschussvorsitzende Matthias Booke machte deutlich: „Wir haben das Geld nicht. Wir sollten es erst ausgeben, wenn wir einen Plan haben, wie die Verkehre zukünftig fließen.“ So sah es auch Stefan Brandes (BBP): „Wir haben zwei Jahre einen erheblichen Verkehrszuwachs, wenn der Tunnel gesperrt wird. Ich bin nicht dafür, jetzt alles schön zu machen und dann wird es uns kaputt gefahren.“ Das Thema wurde deshalb vorerst vertagt. „2018 planen, 2019 bauen“, fasste der Bürgermeister die Planungen am Ende zusammen.

Hinsichtlich der Bauarbeiten am Hudenbarg konnte Schwarz keine neuen Erkenntnisse mitteilen, diese sollen Ende März vorliegen – inklusive der Kosten, die auf die Gemeinde zukommen könnten.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen