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Pinneberger Tageblatt

20. September 2017 | 06:06 Uhr

„Passiert etwas, sind die Politiker schuld“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pulverfass Gewerbegebiet Krupunder: Aufstellungsbeschluss bringt BI auf Zinne

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Die Firma Akkusys – mittelständischer Ausbildungsbetrieb und spezialisiert auf Batterien – will im Halstenbeker Gewerbegebiet am Verbindungsweg 48 expandieren. Doch das Vorhaben, weitere Gewerbesteuereinnahmen zu sichern und eine etablierte Firma vor dem Abwandern zu bewahren: Es entwickelt sich zu einem Pulverfass.

Während der Sitzung der Gemeindevertretung am Montagabend in der Mensa der Schule an der Bek zögerte Marco Möhle, Anwohner seit 13 Jahren, keinen Moment, mögliche Horrorszenarien zu beschreiben: Das Mitglied der Bürgerinitiative „Pro Lebens- und Wohnqualität“ habe wegen des nach seiner Meinung zunehmenden Lkw-Verkehrs Angst um seine Kinder. „Wenn was passiert, machen sich die Politiker verantwortlich.“ Diese Last tragen die Gemeindevertreter seit diesem Abend auf ihren Schultern: Mit den Stimmen der SPD, Grünen und SPD wurde mehrheitlich der Aufstellungsbeschluss auf den Weg gebracht.

Die Christdemokraten blieben bei ihrem Nein, dürften sich aber nicht dem SPD-Antrag verschließen, der BI die Hand zu reichen: Parallel zur Entwicklung der Gutachten als Basis für eine intensive Diskussion eines Für und Wider der Erweiterung sollen die von der BI vorgeschlagenen Alternativflächen auf mögliche Gewerbeflächen geprüft werden. Dazu zählt beispielsweise das sogenannte Gemeindewäldchen westlich der Lübzer Straße. Der Konflikt zwischen Wohnen und Gewerbe in Halstenbek: Er schwelt besonders, seitdem seit August 2013 die Kommune versucht, im Ortsteil Krupunder das ehemalige Baumschulgelände und jetzige Gewerbegebiet (Bebauungsplan 76 – am Bahndamm bis zu den Häusern am Lindenhof) am Verbindungsweg zu erweitern. Eine bis zu acht Meter hohe Lärmschutzmauer kann die Anwohner insbesondere im Haselweg, Verbindungsweg, Heideweg und Lindenhof , nicht befrieden: Nach der Sitzung kündigte BI-Mitglied Möhle an, dass eine Klage gegen die Gemeinde vorbereitet wird. „Einen Anwalt haben wir schon.“

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