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Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 15:27 Uhr

Parteien diskutieren im Gymnasium

vom

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Halstenbek/Rellingen | Der Countdown bis zur Kommunalwahl am 26. Mai läuft. Haben Sie Haustiere? Gibt es Kinder in der Familie? Mit unverfänglichen Fragen starteten gestern die Veranstalter Sebastian Sadowsky und Samy Sharaf vom Jugendbeirat ihren Wahlkampfmarathon am Wolfgang-Borchert-Gymnasium (WoBo).

Bei zwei Podiumsdiskussionen kämpften die Kommunalpolitiker um die Stimmen der wahlberechtigten Schüler. Helmuth Ahrens (CDU), Jürgen Boller (SPD), Heinrich Willing (Grüne) sowie Rainer Urban (FPD) präsentierten sich in streitlustigem Gemütszustand und lieferten schlagkräftige Argumente.

Die Männer positionierten sich zu Themen wie den geplanten Neubau am WoBo, solidem Finanzhaushalt sowie dem Bürgertreff für Jugendliche. "Wäre es nicht möglich, einen Unterstand für etwa 17 Jugendliche mit Sitzbänken einzurichten?", möchte Schüler Niels (17) wissen. Die Politiker räumten eine solche Möglichkeit ein, plädierten allerdings dafür, sich über die konkrete Ausgestaltung genaue Gedanken zu machen.

Mit großem Interesse verfolgten die Schüler die Argumente bei Themen wie dem geplanten Neubau am WoBo. "Die Ausstattung ist kein Wunschkonzert", argumentierte Willing. Er ließ keinen Zweifel daran, dass der Bau kommt. Ahrens stellte eine knappe Haushaltsrechnung auf und wendete sich besonders an die Leistungskursschüler in Mathe. Sein Fazit: "Die Gemeinde muss nicht erhebliche Reparaturmaßnahmen vornehmen, sondern kann den Neubau finanzieren." Eine ähnliche Ansicht vertrat SPD-Mann Boller. Urban plädierte hingegen für eine Sanierung. "Wir haben einen Schuldenstand von über 22 Millionen Euro." Das Geld sei nicht vorhanden.

Schwarz, Rot, Grün oder gelb: Nach den Diskussionen zückten die Jugendlichen ihre Karten. Die Grünen erhielten insgesamt die meisten Stimmen (263), gefolgt von CDU (59), SPD (11) und FDP (5). "Ich glaube schon, dass sich die Jugendlichen nach der Veranstaltung ein besseres Bild von den Parteien machen und auch zur Wahl gehen", bilanzierte die Jugendbeiratsvorsitzende Paulina Jacobs.

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