Parkplatzchaos in Waldenau

In den frühen Abendstunden sind alle Parkplätze belegt. Die Bewohner der beiden Hochhäuser sind besonders betroffen.
In den frühen Abendstunden sind alle Parkplätze belegt. Die Bewohner der beiden Hochhäuser sind besonders betroffen.

Besonders Anwohner in der Straße Op de Wisch betroffen / Stadt: Halteverbote im Bereich Nienhöfener Straße/Op de Wisch notwendig

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24. Mai 2018, 16:42 Uhr

Zwei Hochhäuser stehen an der Straße Op de Wisch in Waldenau. Dort wohnt Markus Buhr. Der Speditionskaufmann ist auf der Zinne: „Die Parkplatzsituation in der Straße Op de Wisch ist mehr als schwierig. Durch Halteverbote in der Umgebung ist es nahezu unmöglich geworden, in den frühen Abendstunden oder am Wochenende einen legalen Parkplatz zu bekommen“, sagt er. Eine weitere Folge: Ständig sind Rettungswege und eventuelle Feuerwehrzufahrten zugestellt. Direkt vor den Hochhäusern ist Parkverbot.

Der 49-Jährige spricht für viele Anwohner der Hochhäuser. Die Situation habe sich dadurch verschärft, dass das Parken in der Nienhöfener Straße untersagt wurde. Dem nicht genug: „Die letzte Möglichkeit, im Japoppweg zu parken, ist auch nicht mehr möglich, weil diese Straße mit einem Radweg aufgewertet wurde“, sagt er. Man müsste sein Auto in der Fahrbahnmitte parken. Sein Fazit: „Es entsteht der Eindruck, in Pinneberg wird Verkehrsraumplanung generell für die Menschen in den Einzelhäusern gemacht.“ Buhr habe bereits sein Anliegen in der Bürgersprechstunde bei Urte Steinberg (parteilos) vorgetragen. Doch bislang hat sich nichts getan. Etwa 30 Plätze würden fehlen, schätzt Buhr.

Was sagt die Verwaltung? „Grundsätzlich ist darauf hinzuweisen, dass es keinen Anspruch auf Parkplätze im öffentlichen Straßenraum gibt. Insbesondere in diesem Bereich gibt es sehr viele große Grundstücke, die Parkflächen ermöglichen“, sagt Rathaussprecherin Maren Uschkurat auf Anfrage. Die Halteverbote im Bereich Nienhöfener Straße/Op de Wisch seien unter anderem notwendig, weil sonst parkende Fahrzeuge die Sicht für abbiegende Fahrzeuge versperren. „Hinzu kommt, dass in diesem Bereich der gesamte Straßenraum für den ÖPNV freigehalten werden muss“, sagt sie. Im Bereich des Kreisverkehrs sei das Parken ohnehin nicht zulässig. Die Halteverbote im Bereich Jappopweg/Kreisverkehr seien notwendig, da die Straße sich in diesem Bereich verengt und Begegnungsverkehr sonst nicht möglich ist. Die Anordnung der Halteverbote erfolgte auch auf dringende Bitte der Polizei.

Doch Buhr bleibt bei seiner Kritik. In einer E-Mail hatte er bereits im Februar an die Verwaltung geschrieben: „Ich möchte darum bitten, zu prüfen, ob man das einseitige Parken in der Nienhöfener Straße, Richtung Halstenbek, nicht wieder zulassen kann. Das Argument, dass die Busse nicht mehr durchkommen, ist Irrsinn. Die kommen auch durch Ottensen und da ist es wirklich eng“, führte er aus. Zur Verbesserung der Sicherheit schlägt der Anwohner eine Tempo-30-Regelung vor.




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