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Anstoss – Die HSV-Kolumne : Panikkäufe stehen für den Niedergang des HSV

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Geld ausgeben? Klar - aber bitte mit Verstand! Unser Autor Lars Zimmermann zur Transferpolitik des HSV.

Hamburg | Jeweils vier Millionen Euro Ablöse gezahlt, null Gegenleistung: Da sich beim HSV die Kritik meistens auf Rafael van der Vaart, René Adler und Heiko Westermann konzentriert, kommen zwei der größten Millionenflops der vergangenen Jahre fast ungeschoren davon - was auch damit zusammenhängt, dass beide kaum auf dem Platz stehen.

Acht Millionen Euro investierten die Hamburger, um Ivo Ilicevic und Petr Jiracek an die Elbe zu locken. Beide zeigen, warum es mit dem HSV in den vergangenen Jahren bergab ging. Sie waren reine Panikkäufe und kosteten viel Geld, ohne dass sie vorher ihre Bundesligatauglichkeit über einen längeren Zeitraum nachweisen konnten. Wie auch, wenn diese offensichtlich gar nicht vorhanden ist. Jiracek ist für die erste Liga schlicht zu langsam. Und Ilicevic verbrachte mehr Zeit bei irgendwelchen Ärzten als auf dem Spielfeld. Er dürfte vermutlich als der „Mann mit den Glasknochen“ in die HSV-Annalen eingehen.

Bei den aktuellen Neuzugängen ist übrigens auch ein Kandidat dabei, der in Hamburg kein Bein auf die Erde bekommen dürfte. Weswegen ein Verein in akuter Finanznot für einen Kicker wie den Brasilianer Cleber rund drei Millionen Euro ausgibt, lässt sich beim besten Willen nicht erschließen. Zumal der HSV sich mit Thiago Neves und Alex Silva vor einigen Jahren bereits zwei Millionenflops aus Brasilien geleistet hat - und daraus nichts gelernt hat. Da wäre es sinnvoller gewesen, Jonathan Tah nicht auszuleihen. Der überzeugt bei Fortuna Düsseldorf - wenn auch nur in der zweiten Liga. Aber schlechter als Cleber ist Tah bestimmt nicht.

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erstellt am 16.Nov.2014 | 06:00 Uhr

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