Ovationen für einen Hundertjährigen

Prominente Gäste waren beim Festakt zugegen: Bürgervorsteher Dieter Schröder (von links), Alt-Bürgervorsteher Albert Hatje, Gemeinderätin Marianne Stock, DRK-Ortsvereinsvorsitzende Heike Mora, Wolfgang Krohn (DRK-Chef Kreisverband) und Landrat Oliver Stolz.
Prominente Gäste waren beim Festakt zugegen: Bürgervorsteher Dieter Schröder (von links), Alt-Bürgervorsteher Albert Hatje, Gemeinderätin Marianne Stock, DRK-Ortsvereinsvorsitzende Heike Mora, Wolfgang Krohn (DRK-Chef Kreisverband) und Landrat Oliver Stolz.

Festakt zum runden Geburtstag des DRK-Ortsvereins Rellingen / „Vorbild für Menschlichkeit“ im Kreis Pinneberg

shz.de von
17. Juni 2014, 16:20 Uhr

„Die Vergangenheit lässt einen nie los.“ Das konstatierte Alt-Bürgermeister Albert Hatje während des Festaktes zum runden Geburtstag des DRK-Ortsvereins Rellingen. Dabei erinnerte er als Zeitzeuge in einem bewegenden Vortrag an den großen Einsatz des DRK Rellingen am 23. Juli 1943. Mit zitternder Stimme berichtete er von einem der schwersten und gefährlichsten Luftangriffe amerikanischer und britischer Flugzeuge auf Hamburg. „Ich weiß noch alles, als wäre es gestern gewesen “, so Hatje.

Doch auch weitere geladene Gäste ergriffen das Wort, um die Arbeit des Ortsvereins in einem Rückblick zu würdigen. Die gegenwärtige Vorsitzende Heike Mora gab einen kurzen Überblick über die Historie. Sie begann bei der Gründung des Vaterländischen Frauenvereins am 31. August 1914 als Urzelle des DRK-Ortsvereins Rellingen.


Junge Leute für den Verein gewinnen


„Schade, dass so etwas Schreckliches wie ein Weltkrieg passieren musste, um einen solchen Verein ins Leben zu rufen“, bedauerte die DRK-Chefin. Mora hob in ihrer Ansprache die besonderen Institutionen hervor, die den DRK-Ortsverein Rellingen ausmachen, darunter gemischte Bereitschaft, Kleiderkammer, Blutspendedienst, Handarbeits- sowie Tanz- und Sitzgymnastik-Gruppe. Gegen Ende ihrer Rede sprach Mora den Wunsch aus, vermehrt auch junge Menschen für den Ortsverein zu gewinnen.

Landrat Oliver Stolz nutzte die Gelegenheit, um seine Glückwünsche gegenüber des 100-Jährigen zu artikulieren. „Im Alten- oder Seniorenheim wird nicht selten der Geburtstag eines 100-Jährigen gefeiert“, scherzte Stolz. Doch selten sei ein Jubilar „im besten Alter – wie es beim DRK Ortsverein der Fall sei, der „eine beeindruckende Helferbilanz“ vorzuweisen habe.


Humanität als Triebfeder


Ferner wies Stolz auf die Rolle des DRK als eine in der ganzen Welt vernetzte Gemeinschaft hin, deren gemeinsame Triebfeder immer schon die Humanität gewesen sei. Der Landrat bezeichnete das DRK „als echtes Vorbild für Menschlichkeit“, dem die Bürger „zu großem Dank verpflichtet“ seien. Stolz wünschte den Mitgliedern auch für die nächsten 100 Jahre „viel Herzblut“. „Tragen sie den Gedanken der Institution persönlich weiter“, so sein Appell an die Anwesenden.

Auch die Kulturausschussvorsitzende Marianne Stock dankte dem Ortsverein für seinen unermüdlichen Einsatz und entschuldigte die erkrankte Bürgermeisterin Anja Radtke. Ferner kündigte Stock die Übergabe eines Geschenkes an. „Die Gemeinde möchte den Ortsverein mit der Anschaffung eines Defibrillatoren unterstützen“, so Stock.

Der besonderes Dank von Wolfgang Krohn, Vorsitzender des DRK Kreisverbandes, richtete sich an die Bereitschaft. Nach den Reden nutzten zahlreiche Gäste die Zeit, um sich in gemütlicher Atmosphäre über Vergangenes, Gegenwärtiges und Künftiges auszutauschen.

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