Mit Bildergalerie : Ovationen für die Moorreger Karnevalisten

Das Musiker-Duo „Die JunX“ aus Bergedorf hat das Publikum fest im Griff und bringt den Tanzboden zum Beben.
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Das Musiker-Duo „Die JunX“ aus Bergedorf hat das Publikum fest im Griff und bringt den Tanzboden zum Beben.

Am Samstag begannen die „Drei tollen Tage“ mit einer „Närrischen Februarsitzung“.

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05. Februar 2018, 11:00 Uhr

Moorrege | Samstag – der erste der „Drei tollen Tage“ der Moorreger Karnevalisten ist angebrochen. In Scharen strömen die Gäste der „Närrischen Februarsitzung“ in die Himmelsbarg-Halle und Hermann Wilkens, Haus- und Hoffotograf sowie Pressewart der Karnevalisten, hat gerade seine Jagd auf erste Fotomotive beendet. Ehrengäste und besonders fantasiereich Kostümierte hatte er im Fokus.

Amtsdirektor Rainer Jürgensen zum Beispiel. „Der ist immer so gut verkleidet, dass ihn keiner erkennt. Aber gerade daran erkenne ich ihn. Heute kam er mit Affenkäfig“, verrät Wilkens mit einem Lächeln und macht sich auf den Weg zur bunt geschmückten Bühne, wo die Gesangsgruppe „Zwischentöne“ das Publikum gerade warm macht. Am Bühnenrand warten die Musiker des Musikzugs Rosenstadt Uetersen auf ihren Einsatz, der Punkt 20 Uhr mit dem Einmarsch der Karnevalsgesellschaft beginnt.

„Sitzungspräsident ist heute unser Ex-Präsident Julian Kabel“, merkt Wilkens an, als ein junger Mann das Publikum begrüßt, darunter auch eine Abordnung der Marner Karnevalsgesellschaft. Musikalisch-tänzerisch geht es mit der Weißen Garde weiter. „Das sind unsere Jüngsten“, kommentiert Wilkens. Der Applaus für den perfekten Tanz der niedlichen Truppe geht nahtlos über zu Prinz Rolf II. und Prinzessin Ilka I., die sich nun vorstellen. Später sieht das Publikum das Prinzenpaar Pauke schlagen und Flöte spielen bei einem imposanten Gemeinschaftsauftritt des Spielmannszugs Klein Nordende-Lieth und des Musikzugs Moorrege. „Das Prinzenpaar ist Mitglied in Klein Nordende und hat diesen Auftritt initiiert“, weiß Wilkens.

Nach dem Prinzenpaar erobern die jüngsten Tanzmariechen Lahja und Nieke die Bühne und die Herzen der Zuschauer. Eine der Trainerinnen, Ann-Sophie Rade, ist Wilkens Enkelin. Als alter Karnevalist, der schon 38 Jahre dabei ist und 33 Jahre Männerballett getanzt hat, hat er das Karnevals-Gen vererbt. Mit dem Sketch „Papa, Charly hat gesagt…“ geht es weiter. Höchst amüsiert verfolgt das Publikum, wie Vater und Tochter Unterschiede zwischen Italienern und Deutschen diskutieren. Die Stimmungskurve geht steil hoch mit den Stargästen „Die JunX“. Mit gängigen und eigenen Hits heizen die beiden Hamburger Musiker Gunnar und Christopher dem Narrenvolk tüchtig ein, bis der Tanzboden bebt.

Wilkens ist schwer begeistert und sieht alles nur durch seine Kamera. Für ein kleines Interview darf er das Duo in der Künstlergarderobe besuchen. Dafür versäume er gern ein paar andere Auftritte, meint er. „Die JunX haben erzählt, dass sie regelmäßig Karnevalsauftritte am Rhein haben und erstaunt sind über die Qualität unserer Karnevalssitzung“, berichtet er nach seinem Backstage-Ausflug.

Zwischenzeitlich, so bekommt er mit, wurde der „Orden wider den Ärger“ von Ortspolitiker Georg Plettenberg an Vereinschefin Claudia Batschauer weiterverliehen. Gerade noch rechtzeitig kann Wilkens fotografieren, wie die Tanzmariechen Michelle und Sina-Marie so hoch springen, als wollten sie geradewegs auf dem Tresen des Elferrates landen. Auch die Ordensverleihung des NKV – Norddeutscher Karneval Verband – durch den Vizevorsitzenden Jan Graage an Tanztrainerin Sina-Michelle Ziegler, Tochter des Prinzenpaares, fängt er ein. Der grandiose Schautanz „Schalt dein Radio ein“ der Blauen Garde, die lustig-kuriose Seniorentruppe im Sketch „Sparmaßnahmen im Altenheim“ und seine alte „Heimat“, das Männerballett – diesmal mit „Mamma Mia“ im Abba-Fieber – landen ebenfalls im Speicher.

Die letzte Rakete zünden „Die JunX“ mit einem weiteren Start. Das Narrenvolk jubelt, stehende Ovationen für die Karnevalisten. „Das ist eine coole Party. So wollen wir das haben, dafür arbeiten wir das ganze Jahr“, freut sich Wilkens und mischt sich mit der Kamera unter das nun nach Disco-Musik weitertanzende Publikum.

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