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Gegen Rassismus : Otto Addo engagiert sich in Halstenbek

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mehr Courage, kein Rassismus: Ex-Fußballprofi Otto Addo besuchte die Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek, um ein bundesweites Projekt gegen Diskriminierung zu unterstützen.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2013 | 00:35 Uhr

„Ich hoffe, dass diese Initiative auch über den Schulhof hinausgeht“, sagte Otto Addo. Der Ex-Fußballprofi und derzeitige A-Jugendtrainer des HSV war gestern zu Gast in der Halstenbeker Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek. Anlass seines Besuchs war die Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ durch Medi Kuhlemann, Landeskoordinatorin des Projekts, an dem sich bundesweit etwa 1270 Schulen beteiligen.

Als Paten konnten die Halstenbeker Schüler den früheren Dortmund-, Hannover- und HSV-Star gewinnen. Die Unterstützung des Engagements ist für den dunkelhäutigen Fußballer eine Herzensangelegenheit.

Schmähgesänge im Stadion, Bahnfahrten, bei denen nur er den Kontrolleuren sein Ticket vorzeigen musste – Rassismus und Diskriminierungen sind für ihn nichts Unbekanntes. „Jeder sollte andere so behandeln, wie er selbst behandelt werden möchte“, appellierte der 38-Jährige. Er hoffe, dass Deutschland an einen Punkt komme, „an dem es kein Thema ist, ob jemand anders ist, anders liebt, anders denkt oder anders aussieht“.

Die Gesellschaft werde von dem Gedanken getragen, dass alle Menschen gleich sind, betonte Greta Redlefsen. „Wir werden alles dafür tun, diesen Gedanken mit Leben zu füllen“, versprach die Schulleiterin. Der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sei schließlich „keine Auszeichnung, sondern Selbstverpflichtung“. Das betonten auch die Schulsprecherinnen Corrina Huyke, Franzisca Ehlert, Laura Trampenau, Michelle Merges und Laura Jung. An der Grund– und Gemeinschaftsschule werde niemand nach seiner Herkunft beurteilt und jeder solle sich wohlfühlen, erklärten die Schülerinnen.

Halstenbeks Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann regte an, gegenüber Asylbewerbern aus Krisengebieten wie Afghanistan und Syrien offener und hilfsbereiter zu sein. Für die suchen laut Hoß-Rickmann fast alle Kommunen im Kreis Unterkünfte. Die vorherrschende Meinung sei, dass keiner die Flüchtlinge in seiner Nachbarschaft haben wolle. Dabei werde ignoriert, dass diese vor Hunger oder Krieg geflohen seien. Es sollte niemand vergessen, „dass wir nur wahnsinniges Glück haben, hier geboren zu sein“, sagte die Bürgermeisterin.

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