Osterkirche statt Elbphilharmonie

Chorleiterin Meike Ruhe (Erste von links) und die Kantorei der Ostergemeinde proben gut gelaunt Bach und Vivaldi.
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Chorleiterin Meike Ruhe (Erste von links) und die Kantorei der Ostergemeinde proben gut gelaunt Bach und Vivaldi.

Das renommierte Orchester Elbipolis bespielt Hamburgs größte Bühnen / Jetzt gibt es ein Konzert mit der Kummerfelder Kantorei

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08. Januar 2018, 18:36 Uhr

Um das renommierte Barockorchester Elbipolis Hamburg zu hören, hätte man stundenlang anstehen können, um Karten für deren vergangenen Auftritt im großen Saal der Elbphilharmonie zu ergattern – oder einfach warten, bis sie nach Kummerfeld kommen. Das werden die etablierten Musiker, die regelmäßig in Hamburgs wichtigsten Konzertsälen auftreten, nämlich tun – und zwar am kommenden Sonnabend, 13. Januar. Gemeinsam mit der Kantorei der Ostergemeinde unter der Leitung von Meike Ruhe geben sie ein Konzert, das mit Sicherheit zu den kulturellen Höhepunkten rund um Pinneberg gehört und dem Angebot der Großstadt Hamburg in nichts nachsteht. Auf dem Programm des Epiphaniaskonzert für Chor und Orchester steht das Magnificat von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldis Gloria. Das Orchester allein wird zudem auch Bachs Concerto d’amore für Oboe zu Gehör bringen.

Intensiv proben die Chorlaien, um fit zu sein für den Auftritt mit den Profis. Angst müssen sie aber nicht haben. Leiterin Ruhe, deren besondere Vorliebe die Barockmusik ist, kennt die Elbipolis-Musiker bereits gut aus anderen Kooperationen und weiß: „Es ist wunderbar, wie sie trotz ihrer Professionalität Rücksicht nehmen und Zeit investieren für die Proben mit uns. Sie spielen lieber etwas noch einmal, damit sich auch alle sicher sind und sich wohlfühlen. Das ist nicht selbstverständlich.“


Musik und persönlicher Kontakt

Nicht selbstverständlich ist auch der persönliche Kontakt zwischen Chor und Orchester: Da nicht alle Mitglieder von Elbipolis in Hamburg wohnen, übernachten die zugereisten dann einfach bei Sängern aus dem Chor.

Bereits die Extraprobe des Chores am vergangenen Sonnabend ließ die Spannung auf das Konzert steigen. In entspannter Atmosphäre wurden äußerst stimmig und gut intonierte Akkorde gesungen: Passagen der Werke aus dem Konzertprogramm. Das Gesamtergebnis bleibt dem Probenbesucher noch vorenthalten. Dass es ein Ohrenschmaus wird, kann man aber schon deutlich erkennen. Zusätzlich kommen auch professionelle Gesangssolisten hinzu, die dem Konzert noch die Krone aufsetzen werden: Christiane Canstein und Heike Fischer werden Sopran singen, Ulf Zastrau Altus, Sven Olaf Gerdes Tenor und Helge Gößling Bass. Gerdes ist für den Chor kein Unbekannter: Er kommt regelmäßig zu den Sängern und feilt mit ihnen an Gesangstechnik und Stimmbildung. Das Ergebnis von so viel Einsatz kann sich mit Sicherheit hören lassen.

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