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Pinneberg : Osterfeuer des Bürger- und Schützenvereins sorgt für große Resonanz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schützen lassen Flammen lodern. Schießanlage wird besonders stark frequentiert.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Ein leichter Schleier lag am Wochenende über Pinneberg. Hinzu kam der Geruch von verbranntem Holz, der die gesamte Stadt einnahm. In zahlreichen Gärten fanden kleine und größere Osterfeuer mit Freunden und Familien statt. Viele nutzten aber auch die großen Osterfeuer in Pinneberg und Umgebung. Schon nach gut einer Stunde verkündete Manfred Münster: „Alle Würstchen sind weg.“

Der Vorsitzende des Pinneberger Bürger- und Schützenvereins von 1873 stand selbst hinter dem Grill und kümmerte sich um die zahlreichen Besucher im Schützenhaus. Noch beliebter als der Abstecher zum Grill und zum Osterfeuer hinter dem Vereinsheim war der Besuch auf der Schießanlage.

„Es ist schön zu sehen, wie viele einfach mal unseren Sport ausprobieren“, sagte Sportwart Bernd Sinnen. Im Minutentakt kontrollierte er die Schusskarten der Besucher. Zwei Wettbewerbe wurden ausgetragen – beide mit dem Luftgewehr auf eine Entfernung von zehn Metern. Beim „Mettwurstschießen“ mussten die Schützen auf einer Scheibe exakt 23 Punkte erzielen. Für die genaue Punktzahl gab es eine Mettwurst als Preis. Beim Schießen um den Osterpokal zählten alle Punkte, die auf fünf Scheiben erzielt wurden – maximal 50 Zähler. Katharina Knop gehörte zu den Gewinnern einer der Mettwürste. Während sie ihr Präsent in den Händen hielt, kaufte sie eine Karte, um auch um den Osterpokal mitzuschießen. „Wenn man einmal Blut geleckt hat, dann bringt es richtig Spaß“, sagte die 25-jährige Pinnebergerin. Sie hielt am Sonnabend erstmals ein Luftgewehr in der Hand. „Mein Freund schießt Luftpistole, aber Luftgewehr ist für mich eine Premiere.“ Ob sie sich das als Sport vorstellen könne, ließ sie offen.

70 Mitglieder hat der Pinneberger Bürger- und Schützenverein von 1873 aktuell. „Davon sind etwa zehn aktiv“, sagte Sinnen. Wie bei vielen Vereinen fehle der Nachwuchs. „Daher sind solche Veranstaltungen für uns eine Chance zu zeigen, dass Schützen freundliche normale Leute sind, und den Jugendlichen die Chance zu geben, den Sport einfach mal auszuprobieren.“ Mit zwölf Jahren dürften Jugendliche mit Luftdruckwaffen schießen – mit Ausnahmegenehmigungen sogar früher. Auch zu Ostern.

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