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Tornesch : „Ortsvereine sind tragende Säulen“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Arbeiterwohlfahrt feiert ihren 90. Geburtstag. Vom Landesverband gibt es Lob für die ehrenamtlichen Helfer.

1923, vier Jahre nachdem die Sozialdemokratin Marie Juchacz die Arbeiterwohlfahrt (Awo) gegründet hatte, wurde in Tornesch ein Ortsverein des Wohlfahrtsverbands ins Leben gerufen. Grund genug, den 90. Geburtstag zu feiern, dachte sich der Vorstand mit seiner Vorsitzenden Ilse Mettjes an der Spitze. 100 Besucher, darunter Bürgermeister Roland Krügel sowie Vertreter aus Politik, von Vereinen, Verbänden, der Kirche und der Feuerwehr, hatten sich zum Festakt in der Begegnungsstätte „Pomm 91“ eingefunden. Für die musikalische Umrahmung sorgten das VHS-Akkordeonorchester, der Internationale Frauenchor sowie Erwin Krüger, der die Gäste am Eingang mit Weisen aus seiner Drehorgel begrüßte. Die Line Dance Gruppe unterhielt die Besucher mit einer Tanzvorführung.

Zu Beginn erinnerte Mettjes an den wenige Tage zuvor verstorbenen Heinz Klage, der 30 Jahre lang den Preisskat der Awo organisierte. Bürgermeister Krügel bedankte sich für die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer und bemerkte: „Tornesch ohne die Awo kann und möchte ich mir nicht vorstellen.“ Pastor Henning Matthiesen von der evangelischen Kirchengemeinde lobte die Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände. Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann (SPD) stellte fest: „Tornesch hat einen sehr lebendigen Awo-Ortsverein.“

Sonja Jacobsen, stellvertretende Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, brach eine Lanze für das Ehrenamt und rief zur Solidarität auf: „Nur gemeinsam können wir erfolgreich sein.“ Die Ortsvereine der Awo im ganzen Land seien die tragenden Säulen für das Ehrenamt. Jacobsen warnte jedoch davor, die ehrenamtlichen Helfer durch hauptamtliche ersetzen zu wollen, um Kosten für Arbeitsplätze zu sparen.

Mettjes ließ die Geschichte des Ortsvereins Revue passieren. 1933 wurde die Awo verboten und konnte nur noch im Verborgenen arbeiten. 1946 wurde der Ortsverein Tornesch erneut ins Leben gerufen. Zu der Zeit ging es darum, die Not, die durch den Krieg entstanden war, zu lindern. In einer Nähstube wurde Kinderbekleidung geflickt. Zudem unterstützte der Ortsverein den Kindergarten.

1980 bezog der Ortsverein sein jetziges Domizil, die Begegnungsstätte an der Pommernstraße. Drei Jahre später gehörten der Organisation 220 Mitglieder an. Diese Zahl habe sich nach Schwankungen zwischendurch bis heute gehalten, so Mettjes.

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erstellt am 28.Okt.2013 | 16:00 Uhr

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