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Sturm im Kreis Pinneberg : Orkan tobt über dem Norden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Tief „Christian“ sorgt für stundenlanges Chaos bei Pendlern: Der Zug- und Straßenverkehr kam zum Erliegen.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Bäume stürzten um, Dachteile flogen umher, Züge rollten nicht mehr, der Strom fiel in vielen Ortschaften aus, Handys hatten kein Netz – und in Flensburg sowie Göhl bei Lübeck wurden sogar Menschen getötet. Das Orkantief „Christian“ legte am Montag den Norden lahm. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern fegte der erste schwere Herbststurm auch über den Kreis Pinneberg hinweg und richtete massive Schäden an.

In der Region kam der Zugverkehr zum Erliegen und auf den Straßen ging teilweise nichts mehr. So rückte die Freiwillige Feuerwehr Pinneberg gegen 20 Uhr aus, um 40 Personen aus einem Nahverkehrszug zu evakuieren, der aufgrund einer beschädigten Oberleitung bereits seit einigen Stunden auf Höhe Thesdorf feststand.

Bei der Polizei waren den gesamten Tag über alle verfügbaren Kräfte im Einsatz. Ebenso leisteten die Feuerwehren und das THW Schwerstarbeit. Im Kreis Pinneberg waren mehr als 500 ehrenamtliche Feuerwehrleute mit dem Beseitigen der Sturmschäden beschäftigt.

Bei der Kooperativen Regionalleitstelle in Elmshorn liefen die Telefone heiß. Bereits am späten Vormittag hatte Leiter Stephan Bandlow den Ausnahmezustand ausgerufen und die Besatzung verdreifacht. In Spitzenzeiten nahmen bis zu 15 Mitarbeiter die Notrufe entgegen, drei zusätzliche gaben die Meldungen an die Einsatzkräfte weiter. Dennoch kam es teilweise zu langen Wartezeiten. Bis zum Abend liefen mehr als 1000  Hilfeersuche in der Leitstelle auf, über 800 der Anrufe zogen einen Einsatz nach sich. In der Mehrzahl handelte es sich um umgestürzte Bäume, Gerüste oder Bauzäune. Besonders spektakulär war der Einsatz am Kibek-Hochhaus in Elmshorn: Dort fegte „Christian“ Teile des Dachs herunter und sogar große Scheinwerfer flogen auf die Gehwege – verletzt wurde niemand.

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