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Pinneberger Tageblatt

24. November 2017 | 01:28 Uhr

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gemeinschaftsschule Nächste Runde im zähen Ringen um die Trägerschaft

von
erstellt am 22.Mai.2017 | 16:56 Uhr

Während der jüngsten Sitzung der Bönningstedter Gemeindevertretung haben die Politiker einstimmig beschlossen, die vom Amt Pinnau geforderten Schulkostenbeiträge zu bezahlen. In Hasloh steht die Entscheidung darüber während der eigens anberaumten Sondersitzungen des Finanzausschusses und des Gemeinderats am Mittwoch, 31. Mai, an.

Damit ist zwar ein großes Hindernis im Ringen um die Trägerschaft der Gemeinschaftsschule Rugenbergen aus dem Weg geräumt, doch für die weiteren Verhandlungen bleibt wenig Zeit.


Amt Pinnau und Ellerbek wollen nicht mehr


„Nach wie vor gibt es Beschlüsse der Gemeinde Ellerbek und des Amtsausschusses, die besagen, dass wir den bestehenden Vertrag über das Jahresende hinaus nicht verlängern wollen“, sagte Günther Hildebrand (FDP), Amtsvorsteher und Bürgermeister von Ellerbek.

Derzeit nimmt das Amt Pinnau die Aufgabe des Schulträgers wahr, Kostenträger sind die Gemeinden Bönningstedt, Ellerbek und Hasloh. „Bei der Ausamtung haben Hasloh und Bönningstedt argumentiert, dass die Amtsumlage teurer sei als die Quickborner Verwaltung“, erinnerte Hildebrand. Damit sei jedoch die Umlage für die fünf im Amt verbliebenen Gemeinden gestiegen. „Wenn Ellerbek jetzt aus Kostengründen nicht mehr Schulträger sein will, heißt es das gehe nicht – das ist Rosinenpickerei“, argumentierte Hildebrand. Eine Sitzung des Schulbeirats vor dem 30. Juni – zu diesem Termin müssten die ersten Kündigungen von Mitarbeitern der Schule ausgesprochen werden (unsere Zeitung berichtete) – sei nur dann sinnvoll, wenn konkrete Vorschläge vorliegen würden.

Bislang sprechen sich sowohl Hasloh als auch Bönningstedt für die Fortsetzung der bestehenden Vereinbarung aus. „Hasloh kann die finanzielle Belastung, die ein Zweier-Verband mit Bönningstedt mit sich bringen würde, nicht tragen“, sagte Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) während der jüngsten Sitzung des Schulbeirats. Auf Bönningstedt würden, sollte die Gemeinde die Trägerschaft allein übernehmen, eine jährliche Mehrbelastung von etwa 80  000 Euro zukommen.

Dem Vorschlag, einen Verband mit Bönningstedt, Hasloh und Quickborn zu gründen, erteilte Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) eine Absage: „Aus Sicht der Verwaltung würde ein Schulzweckverband nur für die Bönningstedter Schule erheblichen Mehraufwand bedeuten: Es müssten nicht nur die Quickborner Schulen verwaltet werden, sondern darüber hinaus auch der Zweckverband.“ Damit würde nicht nur mehr Arbeit für die Verwaltung anfallen sondern auch höhere Kosten für die Trägergemeinden, die eben diesen Aufwand bezahlen müssten.

„Wenn man in diese Richtung denkt ist das nur dann sinnvoll, wenn alle Schulen – also auch die Grundschulen – eingebunden sind“, betonte Köppl. Nur dann könnten Kräfte gebündelt und Synergien erzielt werden.

Schulrätin Adelia Schuldt hat bereits mit Vertretern der Gemeinden und dem Bildungsministerium Gespräche geführt. „Als nächsten Schritt müssen wir alle möglichen Lösungen nebeneinander stellen und gemeinschaftlich kritisch betrachten, um uns dann einer rationalen Lösung zu nähern“, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Es sei dabei ganz egal, welche Variante zum Tragen komme: „Irgendjemand wird immer eine Kröte schlucken müssen“, betonte sie.

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