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Kummerfeld gegen Borstel-Hohenraden : Olympiade auf dem Land: Der erste Wettstreit der Dörfer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am Sonnabend, 9. Juli, steigt ihre erste Dörfer-Olympiade: Teams aus Borstel-Hohenraden treten gegen Gruppen aus Kummerfeld an.

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erstellt am 01.Jun.2016 | 12:00 Uhr

Kummerfeld | Eigentlich sind sie Freunde. Doch bald werden Martin Becker (34) und Marcus Brandis (45) zu Rivalen. Denn am Sonnabend, 9. Juli, steigt ihre erste Dörfer-Olympiade: Teams aus Borstel-Hohenraden treten gegen Gruppen aus Kummerfeld an. Teilnehmer werden noch gesucht.

„Das soll eine Spaßveranstaltung werden“, betont der Kummerfelder Becker. Jeweils vier Teams mit fünf aktiven Spielern können teilnehmen und sich in fünf Disziplinen messen. Um 15 Uhr geht’s los auf dem Sportplatz-Gelände in Borstel-Hohenraden mit „Bubble-Fußball“. Bei diesem Spiel stecken Teilnehmer mit ihren Körpern in großen Ballons. Die Beine gucken raus. Die zweite Disziplin nennt sich „Gefüllter Gummistiefel-Zickzack-Wurf“. Bei diesem Spiel kann es auch nass werden. Danach folgt das Balancieren und der Heuballen-Lauf. Die Siegerehrung ist für 18 Uhr geplant. Zwischendurch gibt es noch eine Feuerwehrvorführung. Für die Kinder steht eine Hüpfburg bereit und es wird Eierlauf angeboten. Die Zuschauer werden zudem die Möglichkeit haben, Zusatzpunkte für ihre Gemeinden zu erspielen. Kalte Getränke, Kaffee, Kuchen und Bratwurst runden das Angebot ab.

Angesprochen sind junge und ältere Erwachsene. Mitmachen können auch unsportliche Teilnehmer. Die Wettkämpfe sind kurz – auch , um keine Langeweile aufkommen zu lassen. „Wir wollen nicht, dass irgendwelche Sport-Cracks das rausreißen, sondern dass jeder mitmachen kann“, sagt Becker. Brandis und er entwickelten die Idee gemeinsam bei einem Bierchen. „Wir wollen das Wir-Gefühl im Ort stärken – außerhalb von Politik und Vereinen“, erklärt der Borstel-Hohenradener Brandis. „Ich bin selbst vor sechs Jahren von Pinneberg hierher gezogen“, ergänzt Becker. „Wenn man nicht im Fußballverein ist, hat man ja kaum Chancen, Fuß zu fassen.“ Viele Baugebiete seien wie kleine Ghettos, so Becker. „Viele wohnen hier, fahren aber tagsüber nach Hamburg zum Arbeiten und machen dann nicht mehr viel im Ort.“ Es sei schwierig, neue Leute aus dem Dorf kennenzulernen. Das wollen die Organisatoren mit der Dörferolympiade erreichen. Zudem gebe es wenig Veranstaltungen, die sich explizit an Erwachsene richten.

Die Finanzierung und Ausrichtung des Events hat die Freie Wählergemeinschaft Borstel-Hohenraden übernommen. Brandis ist Zweiter Vorsitzender. Die Trikots werden gestellt. Zudem gibt es einen Wanderpokal. Anmelden können sich Einzelspieler, ebenso wie ganze Gruppen und unvollständige Teams, die dann ergänzt werden. Es können aber insgesamt nur vier Teams mit fünf aktiven Spielern pro Gemeinde mitmachen.

Bei der Anmeldung gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Die Kummerfelder melden sich per E-Mail an unter dorf-kummerfeld@posteo.de. Wer aus Borstel-Hohenraden kommt, schickt seine Anmeldung an olympiade@fwg-boho.de. Anmeldeschluss ist am Sonnabend, 18. Juni. Weitere Details zu den Spielen sind unter fwg-boho.de zu finden.

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