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Analyse der Kreisergebnisse : Ole Schröder feiert den Hattrick

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bundestagswahl 2013: Der Christdemokrat aus Rellingen baut seinen Vorsprung weiter aus, FDP und Grüne verzeichnen deutliche Verluste.

Lange mussten die Kreis Pinneberger warten. Erst um 23.59 Uhr gab Kreissprecher Marc Trampe das vorläufige amtliche Endergebnis bekannt. Geändert hat es nichts mehr: Ole Schröder (CDU) gewinnt den Wahlkreis 7 direkt. Zum dritten Mal in Folge lässt er seinen SPD-Kontrahenten Ernst Dieter Rossmann hinter sich. Weit hinter sich. Betrug der Vorsprung Schröders vor vier Jahren bei der Bundestagswahl 2009 noch 15 508 Stimmen, konnte Rossmann am Sonntag kaum noch die Rücklichter des Christdemokraten erkennen. Schröder baute seinen Vorsprung auf 16 477 Stimmen aus. Insgesamt wollten 80 483 Wähler (45,4 Prozent) Schröder im Bundestag sehen. Rossmann hingegen nur 64 006 (36,1 Prozent).

Das Debakel der Genossen setzt sich auch bei den Zweitstimmen fort. Zwar konnten die Sozialdemokraten von 26,3 Prozent um 4,9 Punkte auf 31,2 Prozent zulegen. Doch der Abstand zur CDU ist deutlich angewachsen. 16 636   Stimmen (2009: 11 663) trennen die beiden großen Parteien im Kreis Pinneberg voneinander. Die Christdemokraten steigerten ihren Anteil von 33,1 auf 45,4 Prozent.

Dabei spielt die etwas höhere Wahlbeteiligung nur eine unwesentliche Rolle. 176 188 Männer und Frauen fanden im September 2009 die Wege zu den Urnen (75,6 Prozent). Am Sonntag waren es 177 352 Kreis Pinneberger, die „ihr Kreuzchen machten“ (76,1 Prozent).

Der größte Verlierer der Bundestagswahl ist schnell gefunden: Olaf Klampe, Direktkandidat im Wahlkreis 7 für die FDP, schlug hart auf dem Boden der Tatsachen auf. Bereits vor vier Jahren kämpfte er um Stimmen für die Liberalen. Immerhin 9,8 Prozent der Wähler wollten den Pinneberger im Bundestag sehen. Am Sonntag waren es gerade einmal 1,9 Prozent. Große Verluste muss auch die FDP verschmerzen. Zwar liegt sie mit 5,6 Prozent deutlich über dem Bundesschnitt (4,8 Prozent). 2009 konnten die Liberalen im Kreis allerdings noch ein sensationelles Ergebnis von 16,6 Prozent einfahren.

Ihren Platz an der Sonne mussten auch die Grünen verlassen. Sie sind zwar drittstärkste Kraft im Kreis, fielen allerdings von 12,1 auf 8,6 Prozent ab. Ähnlich sieht es bei der Direktkandidatin Valerie Wilms aus. Sie holte 6,4 Prozent der Erststimmen. 2009 waren es noch 9,3 Prozent.

Die Großen legen zu, die kleinen verlieren: Diesen Trend müssen auch die Linken verschmerzen. Während sie 2009 noch von 7,8 Prozent der Wähler unterstützt wurde,waren es am Sonntag nur noch fünf Prozent.

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erstellt am 24.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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