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Christdemokraten in Barmstedt : "Ohne Oma und Opa geht es nicht"

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erster Polit-Talk der CDU mit Staatssekretär Ole Schröder: "Kinder gehören ab dem dritten Lebensjahr in die Kita".

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Der erste Politik-Talk der Barmstedter CDU stieß auf großes Interesse: Mehr als 70 Besucher hatten sich im Humburg-Haus eingefunden, um mit Staatssekretär Ole Schröder (CDU) über aktuelle politische Themen zu diskutieren. Moderiert wurde der Abend von Radiojournalist Achim Schlufter, der einige plattdeutsche Anekdoten zum Besten gab.

Streit ums Betreuungsgeld

Unter anderem äußerte sich Schröder zur Kinderbetreuung und verteidigte das Betreuungsgeld, das ein Zuhörer als „großen Kappes“ bezeichnete. In den ersten zwei Jahren gehörten Kinder in die Familie, entgegnete Schröder, selbst Vater einer kleinen Tochter. „Und daher sollten wir auch diejenigen Eltern unterstützen, die sich zuhause um ihre Kinder kümmern.“ Aber auch diejenigen, die arbeiten wollten, seien zu respektieren. „Sie sind nicht herzlos, und die anderen sind nicht hirnlos.“ Seiner Frau – Ex-Familienministerin Kristina Schröder – und ihm habe während ihrer beider Berufstätigkeit geholfen, „dass Oma und Opa da waren. Ohne sie wäre es nicht gegangen.“ Ab dem dritten Lebensjahr allerdings, so Schröder, „gehören Kinder in die Kita“. Dabei sei es aber nötig, „die Betreuungszeiten flexibler zu gestalten“, räumte er ein.

Als auch für Barmstedt wichtiges Thema wurde der Bau der A 20 angesprochen. In Anbetracht des Baustopps westlich von Bad Segeberg sollten andere Teilabschnitte der Autobahn vorgezogen werden, schlug ein Zuhörer vor. So könnten bereits wichtige Anbindungen geschaffen werden, um in Barmstedt bessere Bedingungen zur Ansiedlung von Gewerbe zu ermöglichen – wofür sich ein Standort an der K18 eigne, wie CDU-Ortsverbandschef Ortwin Schmidt sagte. „Das hat die SPD ja jetzt auch erkannt.“ Gewerbe sei zudem wichtig, um die Verschuldung Barmstedts zu reduzieren, so Schmidt.

Schröder merkte an, dass Barmstedts Einzelhändler und Kommunalpolitiker sehr viel für ein positives Erscheinungsbild der Stadt getan hätten. Diese Anstrengungen müssten weiterhin unterstützt werden.

Nächste Veranstaltung für Herbst geplant

Als etwas „globalere“ Themen kamen die Debatte um „Armutseinwanderer“ aus Osteuropa, die Pkw-Maut und der Mindestlohn zur Sprache – was Schmidt sehr freute. „Wir hatten ein sehr interessiertes Publikum und lebhafte Diskussionen“, sagte er. Es seien nicht nur CDU-Mitglieder, „sondern alle möglichen Leute da gewesen“. Eine ähnliche Veranstaltung werde die CDU „auf jeden Fall im Herbst wiederholen“, sagte Schmidt. Dann solle ein „Experte zu einem interessanten Thema“ eingeladen werden.

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