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A23 bei Tornesch : Oh Schreck die Polizei – Fahrer eines schrottreifen Sprinters gibt Gas

vom

Mit seinem Schrott-Sprinter fährt ein Mann direkt in eine Polizeikontrolle. Seine Reaktion auf die Beamten zeugt von einem ausgeprägten Fluchtinstinkt.

shz.de von
erstellt am 21.Jun.2015 | 15:30 Uhr

Tornesch | Der 53-jährige Fahrer eines in Polen zugelassenen Mercedes Sprinters wusste genau, dass er sich besser nicht erwischen lassen sollte mit seiner „Schrottlaube“. Mit dieser steuerte er vergangene Woche zufällig genau den Rastplatz (Rantzau) an, wo der Autobahnfachdienst gerade eine Kontrolle machte.

Als er das bemerkte, gab der Mann Vollgas, um schnell wieder auf die Autobahn aufzufahren. Doch das Aufheulen des Motors verriet ihn. Ein Beamter konnte ihn gerade noch an der Weiterfahrt hindern. Der Polizist ahnte bereits auf den ersten Blick, was der Grund für die plötzliche Entscheidung des Fahrers war: Der Sprinter machte einen technisch äußerst schlechten Eindruck.

Der Fahrer war der deutschen Sprache nicht mächtig, wusste aber offenbar genau um das Problem. Ruckzuck verschwand er - zunächst unbemerkt - unter dem Fahrzeug. Er wollte offenbar noch retten, was zu retten war. Doch da war nichts zu retten und damit nichts zu vertuschen.

Tragende Teile waren durchgerostet, die Bremsleitungen massiv korrodiert, Handbremse und Bremskraftregler zeigten keine Wirkung mehr. Es wurden zudem weitere Mängel vermutet. Ein Sachverständiger kam hinzu und bestätigte die Mängel. Das Fahrzeug war absolut verkehrsunsicher. Noch als der Sachverständige das Fahrzeug in Augenschein genommen hatte, war eine korrodierte Bremsleitung geplatzt. Wäre dies auf der Autobahn passiert, hätte der Sprinter keinerlei Bremswirkung mehr gehabt.

Eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige wurde gefertigt und eine Sicherheitsleistung in Höhe von 900 Euro genommen. Es wird hier von Vorsatz beim Fahrer ausgegangen. Das Fahrzeug durfte seine Weiterfahrt nur noch auf einem Abschleppfahrzeug fortsetzen.

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