Die HSV-Kolumne : Nur noch eine Chance für Rafael van der Vaart

Diesmal blieb der Jubel aus: Trainer Mirko Slomka holte Rafael van der Vaart vom Platz.
Diesmal blieb der Jubel aus: Trainer Mirko Slomka holte Rafael van der Vaart vom Platz.

Kolumnist Lars Zimmermann über die frühe Auswechslung des HSV-Kapitäns

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23. März 2014, 15:14 Uhr

Eigentlich verlässt der Kapitän zuletzt das sinkende Schiff. Beim HSV ging er gestern jedoch als erster von Bord – wenn auch aufgrund seiner Auswechslung gezwungenermaßen. Ausgerechnet Rafael van der Vaart musste raus, als Hakan Calhanoglu vom Platz flog und die Situation kritisch zu werden drohte. Ein deutliches Zeichen von Mirko Slomka. Er ist offensichtlich der Meinung, dass der Holländer zwar mal für einen Geistesblitz gut ist. Wenn es hart auf hart geht, ist er jedoch nicht zu gebrauchen. Das hat Slomka erkannt und dementsprechend reagiert.
Eine Chance hat van der Vaart noch. Aufgrund der Sperre Calhanoglus ist er am Mittwoch gegen Freiburg gefordert. Dort hilft den Hamburgern nur ein Sieg. Dafür werden die Ideen und die unbestritten großen fußballerischen Fähigkeiten des Kapitäns benötigt. Wenn der Holländer allerdings wieder nur durch mangelnde Fitness und lockeres Joggen auffällt, ist er im Abstiegskampf nicht mehr länger tragbar und muss auf die Bank. Das Zepter auf dem Spielfeld hat ohnehin längst Calhanoglu übernommen. Zwar soll ein Kapitän das sinkende Schiff als letzter verlassen. Allerdings muss er erst einmal dafür sorgen, dass das Schiff erst gar nicht sinkt. Und dazu ist der frühere Klassemann van der Vaart in seiner aktuellen Verfassung leider nicht in der Lage.

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