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„Unternehmen im Dialog“ in Pinneberg : Nur keine Angst vor dem Internet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mehr als 100 Gäste nehmen an „Unternehmen im Dialog“ teil. Tipps, wie sich Einzelhändler online besser präsentieren können.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2015 | 14:00 Uhr

Pinneberg | „Wer immer tut was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ Pinnebergs Wirtschaftsförderer Stefan Krappa hat die mehr als 100 Gäste bei der neuen Ausgabe von „Unternehmen im Dialog“ mit einem Zitat von Fließbanderfinder Henry Ford (1863 - 1947) begrüßt. Die Pinneberger Wirtschaftsförderung hatte unter dem Titel „Business 2.0: Wie sich Einzelhandel und Unternehmen durch das Internet stärken können“ zu Vortrag und Diskussion am Dienstagabend in den Ratssaal eingeladen. Denn ob ein Abo für italienische Herrensocken oder der Urlaub nach Sizilien, ob Honig von der Alm oder lebende Bienenköniginnen – das Sortiment im Worldwideweb scheint schier unermesslich. Und so machen die Angebote von Online-Märkten den Offline-Händlern Druck. Und der ist branchenübergreifend: „Auch Produkte, die einer intensiven Beratung bedürfen, sind kein Tabu mehr im Online-Handel“, sagte Holger Schneider von der Fachhochschule Wedel in seinem Impulsvortrag über eCommerce. Ihm nach hätten im vergangenen Jahr 73 Prozent der Deutschen online eingekauft – Tendenz steigend, so der Professor. Anhand von Pinneberger Beispielen zeigte er, wie sich kleine Unternehmen geschickt im Internet präsentieren und off- und online verknüpfen können. „Man muss es Google einfacher machen, dann finden die Kunden Sie auch online“, sagte er und erläutere wie man sich bei der Internet-Suchmaschine besser platzieren kann.

Während der anschließenden Podiumsdiskussion gaben Vertreter aus verschiedenen Branchen Einblicke in die Online-Strategien ihrer Unternehmen. „Nach der Teilnahme an der TV-Show ’Deutschlands bester Bäcker’ haben wir aus ganz Deutschland Anfragen bekommen“, berichtete Sales Manager Niklas Dwenger von der Pinneberger Bäckerei Dwenger. Das Geschäft habe erst seit 2010 eine Internetpräsenz. Bei Facebook aber mittlerweile fast 2000 „Gefällt mir“-Angaben. Man könne also auch jetzt noch online einsteigen. Generell gehe es darum, nicht austauschbar zu sein, machten die Teilnehmer deutlich. Eben das müsse man online präsentieren. „Wir verkaufen nicht nur Brote oder Bücher, sondern vor allem ein Lebensgefühl“, bilanzierte Dwenger. Um Gefühle und Authentizität geht es auch in der Medienbranche. „Wir geben auf unserer Internetpräsenz zum Beispiel Lesetipps“, sagte Anke Marckmann, Geschäftsführerin der Buchhandlung Bücherwurm. Und Paul Wehberg, Geschäftsführer des A. Beig-Verlags, berichtete von ePaper-Kunden, die sich auf Reisen in Afrika ein Stück Pinneberg erhalten. „Wir verkaufen mit unserer Zeitung ein Stück Heimat“, sagte er.

Auch die Stadt möchte ihren Online-Auftritt optimieren: „Der Mängelmelder wird viel genutzt“, sagte Bürgermeisterin Urte Steinberg.

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