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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 04:44 Uhr

Pinneberg : Notfallplan für die JBS-Mensa

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Stadt finanziert Brahms-Schule kurzfristig Personal zur Essensausgabe. Warme Mahlzeiten sind ab nächstem Schuljahr geplant.

shz.de von
erstellt am 28.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Kurzfristige Hilfe und ein langfristiges Konzept. Im Kampf um eine angemessene Mittagsverpflegung sind Lehrer, Eltern und Schüler der Johannes-Brahms-Schule (JBS) ein gutes Stück weiter gekommen. Nach den wütenden Protesten an der Schule hatten sich Bürgermeisterin Urte Steinberg und Vertreter der Stadt am Montag mit dem Vorstand des Kommunikationsvereins der Schule, der die provisorischen Mittagessen bereitstellt, und Schulleiterin Ortrud Bruhn getroffen.

Das Ergebnis des Krisenstabs segnete der Schulausschuss am Donnerstag ab: Der Kommunikationsverein erhält ab sofort 590 Euro im Monat von der Stadt Pinneberg. Davon können die Eltern eine 400-Euro-Kraft einstellen, die das Essen an die Schüler verteilt. Darüber hinaus finanziert die Stadt aus Haushaltsmitteln ab sofort Tische und Stühle. „Diese werden zunächst in der Pausenhalle aufgestellt, so dass die Schüler zumindest halbwegs gemütlich essen können“, erklärt Christoph Forsthoff vom Kommunikationsverein.

Dennoch: Dieses Schuljahr müssen die Eltern die Verpflegung der Kinder noch selbst stemmen. Erst in den kommenden Sommerferien beginnt der nächste große Schritt. Dann soll die bestehende Caféteria so ausgebaut werden, dass die Firma Campus Catering warmes Essen für die Schüler anliefern kann. Der Kommunale Servicebetrieb soll den Ausbau jetzt planen, so dass die Kosten in den Haushalt 2014 eingestellt werden können.

Noch Zukunftsmusik ist der letzte Baustein im Mensakonzept: Ein richtiger Speisesaal soll her. Die Suche nach einem geeigneten Raum sorgt aber noch für Kopfzerbrechen. Ein Vorschlag: Der Umbau des bisherigen Musikraums. „Dann müsste aber natürlich auch ein neuer Musikraum an anderer Stelle her“, stellt Forsthoff klar. Er ist „grundsätzlich zufrieden“ mit der momentanen Lösung. Forsthoff sagt aber auch: „Angesichts der finanziellen Situation der Stadt Pinneberg sehe ich noch Hürden vor uns.“ Schulleiterin Bruhn ist verhalten zufrieden: „Es ist ein erster Schritt – der Zweite und der Dritte werden dann auch folgen.“

Eigentlich hätte die JBS schon seit Anfang dieses Schuljahres warmes Essen von Campus Catering erhalten. Nachdem die Stadt keinen Vertrag unterzeichnete, nahmen die Eltern die Versorgung der Schüler selbst in die Hand. Verteilten Frikadellen, Wraps sowie belegte Brötchen – und machten Druck auf die Stadt, indem sie mit Campingkochern und Raviolidosen demonstrierten.

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