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Ferngesteuert in luftige Höhen : Norddeutsche Seglerschlepp-Meisterschaft in Borstel-Hohenraden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zehn Teams treten mit Modellflugzeugen bei der dritten Norddeutschen Seglerschlepp-Meisterschaft in Borstel-Hohenraden an.

shz.de von
erstellt am 24.Aug.2015 | 17:00 Uhr

Borstel-Hohenraden | 25 Grad Celsius bereits am frühen Vormittag, ein laues Lüftchen, die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel, und der Landeplatz war frisch gemäht. Beste Voraussetzungen also für den Wettkampf der Modellflieger. Es war das dritte Mal, dass die Flugtechnische Gemeinschaft (FTG) in Borstel-Hohenraden zur Norddeutschen Meisterschaft im Seglerschlepp eingeladen hatte.

Vorsitzender Lothar Wendt begrüßte dazu am Wochenende auf dem Flugplatz der FTG am Borsteler Wohld zehn Teams. Zu den Teilnehmern gehörten nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch Modellflieger aus Kiel, Bremen und Paderborn. Jedes Duo hatte zwei Flugzeuge mitgebracht: einen Segelflieger sowie ein Motorflugzeug.

Youngster unter den Teilnehmern war John Münster. Der 13-Jährige aus Uetersen, der dort die siebte Klasse der Rosenstadtschule besucht, trat im Duo mit seinem Vater Thomas Münster an. „Mich fasziniert vor allem die Technik der Flugzeuge“, sagte der Schüler, der seit einem Jahr der FTG angehört. Vorbild und Lehrmeister für ihn ist sein Vater, ein Modellflieger mit 40 Jahren Erfahrung. Den rot-weißen Hochdecker mit Elektromotor hat John von ihm übernommen. Papa Münster flog am Wettkampftag ein Segelflugzeug.

Zugelassen zur Meisterschaft waren Modellflugzeuge mit einem Gewicht bis maximal 25 Kilogramm. Zudem gab es weitere Regeln, unter anderem die Anwesenheit eines ausgebildeten Flugleiters. Für die Veranstaltung hatte die FTG von der Luftfahrtbehörde eine Ausnahmegenehmigung für die Flughöhe erhalten: Bis 200 Meter durften die per Hand über eine Fernbedienung gesteuerten Flieger in luftige Höhen manövriert werden. „Normalerweise sind nur 100 Meter erlaubt“, erläuterte der Vorsitzende Wendt.

Unter den strengen Augen von zwei fachlundigen Punktrichtern galt es, den Segler mit dem Motorflugzeug in die Höhe zu ziehen. Nach dem Start erfolgte eine gemeinsame Platzrunde, bevor der Segler ausgeklinkt wurde. Dieser musste vor der Landung 200 Sekunden in der Luft bleiben. Der Motorflieger hatte die Aufgabe, das Schleppseil möglichst in einem mit Kreide auf der Wiese aufgezeichneten Feld abzuwerfen und vor dem Segelflieger zu landen. Jede „saubere“ Landung wurde von den Zuschauern mit Beifall belohnt. Von den Punktrichtern wurde außer der fliegerischen Leistung auch der Gesamteindruck der Aktion bewertet. „Wichtig dabei ist, dass der Schleppvorgang möglichst nahe am Original ist“, betonte Wendt. Den Meistertitel bei den Senioren holten sich am Ende Oliver Maszke und Sascha Harries aus Bremen. Junioren-Sieger wurden die Uetersener John und Thomas Münster.

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