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Im Gleitflug unter den Wolken : Norddeutsche Meisterschaft im Flugzeug-Schlepp in Borstel-Hohenraden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Flugtechnische Gemeinschaft richtet am 22. August zum dritten Mal die Norddeutsche Meisterschaft im Flugzeug-Schlepp aus.

Borstel-Hohenraden | Auf dem Areal der Flugtechnischen Gemeinschaft (FTG) in Borstel-Hohenraden ist die Atmosphäre entspannt. Auf der Weide nebenan liegen zwei Fohlen in der Sonne. Nur ein leises Surren ist zu hören. Eines der Modellflugzeuge ist gerade abgehoben und gleitet durch die Lüfte. Unten stehen fünf Menschen und schauen zu.

Die flugbegeisterte Gruppe unter dem Vorsitz von Lothar Wendt reist regelmäßig zu Wettkämpfen in ganz Deutschland. Am Sonnabend, 22. August, richtet die Gemeinschaft mit 130   Mitgliedern zum dritten Mal die Norddeutsche Meisterschaft im F-Schlepp für Junioren und Senioren aus. Von 9 bis 19 Uhr sind auf dem Areal der FTG im Hanredder 200 diverse Flieger zu bestaunen. Für die, die sich in der Szene nicht auskennen: Beim F-Schlepp fliegt ein Modellflugzeug vorne weg und zieht ein kleines Segelflugzeug hinterher. Nach einer kurzen Zeitspanne müssen sie sich trennen, fliegen getrennt weiter und landen dann möglichst am gleichen Punkt.

Bei den Meisterschaften im Seglerschlepp soll das schleppende Modellflugzeug eine möglichst genaue Nachempfindung des Original-Flugzeugschlepps sein, erklärt Wendt. Dies beziehe sich sowohl auf die Art und Weise des Schleppfluges, als auch auf die Auslegung der Modelle.

Wendt hat sein Modell selbst gebaut. „Es gibt viele Standardflugzeuge, die man auf jeder Meisterschaft sieht, aber das wollte ich nicht. Ich wollte etwas, das keiner hat“, sagt er. An „Wild Thing“ baute er zwei Jahre lang. Bei den letzten Deutschen Meisterschaften trat er mit seinem Team der FTG an. „Wir sind sehr gut geflogen und Letzter geworden. Aber wir haben Bewunderung dafür bekommen, dass das Flugzeug selbst gebaut war. Aber ganz nach vorn kommt man damit eben nicht.“ Die Profis würden heute gesponsert und hätten dadurch bessere Flugzeuge, die eine deutlich höhere Leistung erzielen.

Dem 60-Jährigen geht es rein um den Spaß am Fliegen, die Technik, das selbst Herstellen. Für interessierte Flugbegeisterte hat der Verein ein Trainingsflugzeug aus Styropor, mit dem getestet werden kann. „Wir wollen niemanden mit einem hohen finanziellen Aufwand erschrecken.“

Der Verein sei gut integriert in der Gemeinde, sagt Wendt, Nachwuchsprobleme hätten sie keine. Sie wollten allerdings die Sparte Seglerschlepp im Norden weiter intensivieren und bekannter machen. Wer Interesse hat, kann entweder zur Meisterschaft am 22. August oder beim „Tag der Offenen Tür“ am Sonnabend, 19. September, von 9 bis 19 Uhr auf dem Platz mitten im Grünen vorbeikommen. Beim zweiten Termin kann man auch selbst testen, wie es ist, sein Flugzeug hoch oben fliegen zu lassen.

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erstellt am 14.Aug.2015 | 14:00 Uhr

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