zur Navigation springen

Metropolregion Hamburg : Nonstop bis zum Hauptbahnhof

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ohne Umsteigen bis in die Hamburger Innenstadt: Das könnte für AKN-Fahrgäste aus den Kreisen Pinneberg und Segeberg ab 2020 Wirklichkeit sein.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 06:00 Uhr

2020 soll die Bahnstrecke zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen ausgebaut sein, so die Pläne der Landesregierung. Dabei geht es um die Elektrifizierung der Trasse. So soll eine Verbindung zum Netz der S-Bahn und somit zum Hamburger Hauptbahnhof hergestellt werden. „Aktuell dürfen die Dieselzüge der AKN dort nicht auf dem S-Bahngleis halten. Sie müssten also oben stoppen, was nicht geht, da der Bahnhof überlastet ist“, sagte der Landtagsabgeordnete Volker Dornquast (CDU) gestern in Ellerau. Eine schnelle Verbindung in die Metropole soll nun entstehen.

Drei Varianten werden derzeit in einer Studie erwogen. „Das Ergebnis erwarten wir für Januar“, sagte Dornquast. Bei der ersten untersuchten Ausbaumöglichkeit handelt es sich um eine Erweiterung der Linie S21, die zu Hauptverkehrszeiten im Zehnminutentakt von Eidelstedt nach Quickborn und im Zwanzigminutentakt nach Kaltenkirchen fahren soll.

Die zweite Variante, die aus Kostengründen bereits ausgeschlossen wurde, sah eine Flügelung der Linie S21 vor. Die Züge wären für diese Variante ab Eidelstedt getrennt worden und dann jeweils an die Elbgaustraße oder nach Quickborn gefahren.

„Als CDU sind wir für die dritte Möglichkeit aus der Studie“, so Dornquast. Dabei ist der Ausbau der gesamten Strecke zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen auf zwei Gleise vorgesehen. Diese Maßnahme wäre mit veranschlagten 90 Millionen Euro die teuerste. „Als Opposition macht Herr Dornquest es sich leicht“, sagte Kai Vogel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Primär hängt das Projekt davon ab, was Hamburg dazu sagt. Wenn sie nein sagen, dann wird nicht ausgebaut“, so Vogel weiter. Es sei wichtig die Diskussion gemeinsam zu führen.

Die Finanzierung soll zu 60 Prozent aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes bestehen. „Die weiteren 40 Prozent werden zwischenden den Ländern je nach Streckenlänge aufgeteilt“, sagte der Landtagsabgeordneter Peter Lehnert (CDU). „Eine Umgestaltung des Kreuzungsbereichs in Ellerau, wo die Bahnstrecke sich mit dem Straßenverkehr kreuzt, ist noch nicht in der finanziellen Planung berücksichtiget“, so sein Parteikollege Dornquast. Dort wolle man Autofahrer und Bahn auf verschiedenen Ebenen queren lassen. Stefan Nitschmann, Sprecher des Wirtschaftsministeriums, sagt indes: „Die Pläne sehen in Ellerau einen höhengleichen Bahnübergang vor.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen