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Elbquerung : Niedersachsen gehen von Querung bei Hetlingen aus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2015 | 09:45 Uhr

Kreis Pinneberg | Auf der niedersächsischen Elbeseite zwischen Hamburg und Wischhafen scheint es noch keine großen Debatten zu geben. „Die Elbquerung von Südlink ist politisch noch kein großes Thema. Es gibt auch keine Positionierung für oder gegen eine bestimmte Variante“, sagt Edgar Goedecke. Er ist Bürgermeister der Samtgemeinde Nordkehdingen (Kreis Stade), einem Verband der Gemeinden Balje, Krummendeich, Oederquart und Wischhafen sowie des Fleckens Freiburg/Elbe. Die Samtgemeinde wäre von der Glückstadt-Querung betroffen. „Bisher gehen wir von einer Querung bei Agathenburg aus.“ Agathenburg ist die „Andockstelle“ eines von Hetlingen kommenden Strom-Dükers.

Auch die Kreisverwaltung in Stade äußert sich zurückhaltend.  Der stellvertretende Landrat, Eckart Lantz, verweist auf eine Stellungnahme von Landrat Michael Roesberg vom Oktober. Darin spielt Roesberg den Ball in Richtung der Landesregierungen: „Ich erwarte, dass das Land Niedersachsen als oberste Planungsbehörde sich mit Schleswig-Holstein und dem Planungsträger verständigt, wo die Elbe gequert werden soll. Die jetzt kommende Diskussion kann man doch nicht den Gemeinden und Landkreisen auf beiden Seiten der Elbe unkoordiniert überlassen.“ Die Stellungnahme beinhaltet allerdings auch deutliche Kritik an der Ankündigung Tennets, die im Bürgerdialog angeregten Querungsvarianten, etwa bei Brokdorf und Glückstadt, im weiteren Planungsprozess zu berücksichtigen. Roesberg teilte mit: „Wenn man so an die Planung herangeht, bringt man alle gegen die Südlink-Planung auf. Es kann nicht sein, dass alle bisherigen Wünsche kritiklos zum Gegenstand der Trassenbetrachtung gemacht werden und einfach alle denkbaren Varianten aufgetischt werden.“

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